Unverweste Heilige

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Einführung

Eines der größten Wunder, welches der Herr an seinen Gläubigen seit jeher wirkt, ist das Wunder der Unverwestheit. Wie oft sind Gräber heiligmässiger Menschen geöffnet worden, aus denen der herrlichste Blumenduft verströmte, wie oft wurden Menschen fast unversehrt in ihren Ruhestätten vorgefunden? Im krassen Gegensatz zu den nachfolgenden Fotos stehen Bilder von verwesten, verfaulten und von Würmern zerfressenen Leichnamen. Gott zeigt durch diese Gnaden eindeutig: Ein Leben in Heiligkeit bedeutet letztendlich wahres Leben, wohingegen ein Leben in Sünde  den ewigen Tod und die Zerstörung bringt. Die Unverwesten Leichname zeigen die wahren Früchte eines Lebens in heiligmässiger Beachtung der Gebote Gottes, der Aufopferung für die Mitmenschen und den Kampf für das Gute. Alle dieser Heiligen hatten in ihrem Leben viel zu erleiden, viel zu erdulden und viel zu tragen. Sei es durch Anfeindungen der Welt, ihrer Mitmenschen oder gar durch Kämpfe mit den Mächten der Finsternis.

Die Unverwestheit legt Zeugnis für den Sohn Gottes ab, welcher durch sein Passionsleiden und seine Auferstehung die Sünde, den Satan und den Tod überwunden hat. Er hat jeden, der ihm nachfolgt, an ihn glaubt  und sich seine Erlösungstaten zu Nutze macht, aus der Knechtschaft dieser Welt befreit. Ein Christ, der nach den Geboten Gottes und eingebettet in die heilige Kirche lebt, welcher auf die Reinheit seiner Seele achtet und ganz für Gott lebt, wird nicht dem Tod anheim fallen, sondern das ewige Leben geschenkt bekommen. Wahrlich: unser Körper ist lediglich die Hülle unserer Seele - aber dennoch sind die folgenden Fotos ein Abglanz dessen, was die Gerechten erwartet.

Und bei all der Heiligkeit dieser Menschen dürfen wir nie vergessen: Sie sind keine unnacheiferbaren, weit entfernten Beispiele, sondern waren einfache Personen, mit tiefen Glauben, welche in Armut und Abtötung lebten. Sie sind keine "besonderen" Menschen, welche irgendwo besonders herausgehoben in für uns unerreichbaren mystischen Sphären schwebten. Nein: jeder Einzelne von uns, Sie wie auch ich, ist zur gleichen Heiligkeit berufen, dieser zu entsprechen und alles daran zu setzen, mit Gottes Hilfe ein gutes Leben zu führen. Gott kann und wird an jedem von ihnen handeln, wie er es an den kanonisierten Heiligen tat, wenn wir nur bereit sind, nach seinen Weisungen zu leben und uns ganz in seine Liebe fallen zu lassen.

 

Heiliger Pater Pio

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Vom 25.05.1887 bis zum 23.09.1968 schenkte der Herr unserer Welt, insbesondere seinem Land Italien, den wohl größten Heiligen des 20. Jahrhunderts. Francesco Forgione trat nach der Schulzeit seines ärmlichen Lebens im Jahre 1903 in den Orden der Kapuziner ein, in welchem er die ewigen Gelübde ablegte. Seit der Kindheit mit Visionen Jesu und Mariens begnadet, aber auch bis zum Ende durch stete schwere Krankheit und Leiden geprüft, entwickelte er sich zu großer klösterlicher Vollkommenheit. Er empfing die Wundmale Jesu (welche er 50 Jahre lang trug) und diente seinen Mitmenschen als unermüdlicher Beichtvater, priesterlicher Seelsorger, als Sühneopfer für die Menschheit und mit der Vielzahl seiner gottgegebenen Gnaden (Seelenschau, Bilokation, Heilung, Prophetie etc.). Mehrmals sah er zukünftige Ereignisse, die unsere Zeit betreffen. Der heilige Pater Pio war ein so großer Arbeiter im Weinberg des Herrn, dass er fast jede Nacht von Dämonen und anderen Wesenheiten attackiert, geprügelt und durchs Zimmer geworfen wurde. Die langen Nächte der Verlassenheit opferte er zur Bekehrung der Sünder und für diese Welt auf. Satan selbst sagte einmal zu ihm: "Würde es noch zwei deiner Sorte gleichzeitig auf dieser Erde geben, hätte ich verloren." Auch der Ausspruch: "Eher kann die Erde ohne Sonne überleben, als ohne heilige Messe" geht auf diesen Heiligen zurück. Schon zu Lebzeiten eilte ihm der Ruf eines Heiligen vorraus, was Pilgerströme von tausenden von Menschen bewirkte. Die Gläubigen nahmen Wartezeiten von einigen Stunden in Kauf, um ihn um einen Rat oder eine Beichte zu bitten. An seiner Heiligsprechung 2002 nahmen so viele Gläubige aus aller Welt, die ihm zum Teil noch zu Lebzeiten kannten, teil, dass der Petersplatz nicht in der Lage war alle Menschen zu fassen. Der örtliche Bischof Domenico D'Ambrosio sagte nach der Exhumierung im März 2008: "Die Hände des Heiligen sehen so glatt aus, als kämen sie frisch von der Maniküre“.

 

Heiliger Don Bosco

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Giovanni Bosco, genannt Don Bosco, war einer der begnadetsten Jugendseelsorger und Lehrer. Zur Unterrichtung der Jugend gründete er die Kongregation der Salesianer (Ges. des heil. Franz v. Sales). Geboren am 16.08.1815 in Becchi in Piemont (Norditalien), empfing er 1841 die Priesterweihe. Im selben Jahr begann er, sich um die verwahrloste Jugend von Turin zu kümmern. Im Jahre 1845 gründete er die ersten Oratorien, in denen Jugendliche ein Zuhause hatten, umsorgt wurden und das Evangelium vermittelt bekamen. Er gründete 1859 den Salesianerorden und begann sieben Jahre später  den Bau der Salesianerkirche in Turin, in der sich auch sein Grab befindet. Die Hauptmerkmale der Kongregation Don Boscos waren Güte, Milde und Vertrauen. Durch Gotteseingebungen geleitet hat hunderte Jugendliche erzogen, geführt und war wie ein Vater zu ihnen. Er wurde schon zu Lebzeiten  als Heiliger verehrt und liegt seit seinem Tod am 31.01.1888 bis heute unverwest in einem Glasschrein. In einem Traum sah er die Kirche, angefochten vom Zeitgeist, Sekten, Andersgläubigen, aufhetzenden Schriften und Büchern auf einem Schiff, aber gefestigt durch die Eucharistie, Maria und den Papst.

 

Heiliger Beato Gaetano Catanoso

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Der selige Gaetano Catanoso wurde am 14. Februar 1879 im italienischen Dorf Chorio bei San Lorenzo geboren. Als Priester arbeitete unter er anderem als kanonischer Pönitentiar in der Kathedrale der Stadt und als Regens des Priesterseminars. Er wirkte zudem als Beichtvater verschiedener Ordenshäuser sowie als Krankenhausseelsorger und gründete die Kongregation der Schwestern der heiligen Veronika. Die tägliche Messe und die häufige Anbetung des Altarsakraments waren auch die Seele des Priesteramts des heiligen Gaetano Catanoso, der „sich dem Predigen, der Katechese, der Beichte, den Armen, den Kranken und der Begleitung von Priesterberufen widmete“.

Er wurde vom Papst Johannes Paul II am 4. Mai 1997 selig gesprochen. Unter den ersten Heiligsprechungen durch dem neuen Papst Benedikt XVI, wurde Gaetano Catanoso am 23. Oktober 2005 heilig gesprochen.

 

Heilige Margareta Maria Alacoque

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1647 im Burgund geboren trat sie 1671 in den Orden der Heimsuchung zu Paray-le-Monial ein. Begnadet durch  das mystisches Schauen Jesu, das Ruhen in seinem heiligsten Herzen und Miterleben seines Leidens, erhielt sie in Visionen der Jahre 1673-75 den Auftrag, die Herz-Jesu-Verehrung an jedem ersten Freitag im Monat durch Einführung des Herz-Jesu-Festes zu fördern. Margareta Maria starb am 16. Oktober 1690 zu Paray-le-Monial und fand auch dort ihr Grab. Ihr Körper ist bis auf den heutigen Tag unverwest. Bis heute feiert man den fest eingebürgerten und Gnadenreichen Herz-Jesu-Freitag, welcher auf sie zurückgeht.

 

Seiliger Beato Angelo D'Acri

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Die Bulle von Papst Leo XII für die Seligsprechung des heiligen Kapuziners der Stadt zu Füßen der Sila war wirklich das Wichtigste, was man der wunderbaren Persönlichkeit zuschreiben konnte. Er zog die Sympathie und Beachtung aller, die sich ihm näherten, auf sich. Zahlreich waren die Seelen, die von dem unermesslichen Glanz seiner Bescheidenheit, seiner Armut, seiner Bußfertigkeit, seinem Gebet etc. erleuchtet wurden. Diese großen Begabungen, viele Male aufgezeichnet, füllten stets seine Tage aus, die er in der dürftigen und schönen Erde Kalabriens verbrachte. Es ist zu unterstreichen, dass Frauen und Männer diesen Gottesmann aufsuchten für das Sakrament der Versöhnung, für ein christliches Gespräch und einen Rat, für einen Trost etc. Dieser Heilige mit einem  mehr als robusten Glauben zog wegen seiner Haltung den Zorn und die Schläge des erbitterten Feindes, „des Teufels", auf sich, der zahlreiche Niederlagen zu ertragen gezwungen war. Es wird gern berichtet, dass der Teufel, als Beato Angelo diese Erde verließ, keck schreiend umherging, weil endlich der „Dieb von Acri" tot war, das heißt derjenige, der ihm viele Seelen geraubt hatte, die früher seine gewesen und es jetzt nicht mehr waren. Zahlreich sind die eidlichen Zeugenaussagen, die im „ Summarium`' ausgestellt im Museum bewahrt werden. Es ist schön zu lesen, dass der Teufel zunehmend Boden und Macht verlor durch die Bekehrungsaktionen des Heiligen von Acri, so geliebt gestern und noch mehr heute. Dieser bescheidene Mönch erhielt stets durch seine heroischen apostolischen Bewegungen mehr Freude für die Menschen und mehr Ehre für Gott. Beato Angelo lebte ein franziskanisches Leben gemäß dem Heiligen Franz von Assisi, der ein Modell der Heiligkeit für alle Generationen ist. Wie schön war es, was Paul VI zu Recht bestätigte, und zwar: es ist nötig, mehr Gehör den Zeugen als den Meistern zu geben".

 

Heilige Veronika Giuliani

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Geboren am 27. Dezember 1660 in Mercatello (Italien), gestorben am 9. Juli 1727 in Città di Castello (Italien). Veronika trat als 16-Jährige dem Kapuzinerorden bei. Sie lebte im Kloster Città di Castello, als sie mit 34 Jahren eine erste Vision hatte: Ihr erschien ein geheimnisvoller Kelch. Monate später empfing sie die Seitenwunde Jesu Christi, bald darauf auch dessen Wundmale an den Händen und Füßen.Veronika versuchte trotz großer Schmerzen, die sie erleiden musste, ihre Stigmata vor den übrigen Schwestern geheim zu halten. Der Versuch misslang, und sie wurde fortan wie eine Betrügerin behandelt. Ihren Posten als Novizenmeisterin musste sie räumen, und bei den Abstimmungen im Kloster entzog man ihr das Stimmrecht. Veronika jedoch erduldete dies Jahre lang in tiefer Demut und mit Heiterkeit, bis ihre Wundmale als echt anerkannt wurden. Daraufhin wurde die Heilige sogar 1716 Äbtissin des Klosters.

 

Heilige Bernadette Lourdes

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Dem einfachen Bauernmädchen Bernadette Soubirous erscheint am 11. Februar 1858 zum ersten Mal die heilige Jungfrau Maria, welche Sie bittet, täglich an einer bestimmten Stelle den Rosenkranz zu beten. Nach einigen Erscheinungen öffnet Maria zusammen mit Bernadette die berühmte Quelle von Lourdes, welche heute als einer der drei größten Wallfahrtsorte der Welt zählt. Der kleine Ort Lourdes wird damals über Nacht zum Anziehungspunkt für hunderte von Pilgern. Doch trotz der Wunder, die Bernadette durch ihre Visionen ausführt, glaubt ihr zunächst niemand. Allein Dorfpfarrer Peryamale hält nach anfänglicher Skepsis zu ihr. 1879 starb Bernadette, erschöpft und von ihren Krankheit ausgezehrt, an Knochentuberkulose. Vier Jahrzehnte nach Bernadettes Ableben wurde anlässlich ihrer Seligsprechung am 14. Juni 1925 ihr Grab geöffnet. Dabei fand man ihren Leichnam unverwest vor, während ihr Leichentuch vermodert und ihr Sterbekreuz verrostet war. Heute ruht der unverweste Leichnam von Bernadette in einem kostbaren Glasschrein der Kirche des Klosters Saint-Gildard. Lourdes wurde zum berühmtesten Marien-Wallfahrtsort der Welt, Hunderdtausende suchen hier Heilung. Dokumentiert sind bislang über 6.000 medizinisch auffällige Heilungen, 2.000 davon von Ärzten als unerklärlich eingestuft, 66 hat die katholische Kirche nach eingehender Prüfung als Wunderheilungen anerkannt. Andachtsbilder von der Heiligen Bernadette waren die ersten, die fotografisch erstellt wurden.

 

Heiliger Vinzenz von Paul

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Vinzenz von Paul stammte aus Pouy, einem Dorf in der Gascogne (Südfrankreich), welches seit 1828 St-Vincent-de-Paul heißt. Er wurde im Jahr 1600, nicht einmal zwanzig Jahre alt, zum Priester geweiht. Hatte er diesen Beruf zunächst gewählt, um aus der Armut herauszukommen, so vollzog sich in dem jungen Priester bald ein tiefer Wandel. Durch die Begegnung mit den Ärmsten der Gesellschaft, durch persönliche Krisen und die geistliche Begleitung des späteren Kardinal de Berulle, vollzog sich in ihm eine herrliche Wandlung. Er wurde ein hingebungsvoller Pfarrer, später Hauskaplan von Margerete (geschiedene Gattin von Heinrich IV.), Hauslehrer und Hauskaplan der adeligen Familie de Gondi. Er begleitet diese Familie auf ihre verschiedenen Güter und lernt dabei die seelsorgliche Not der Landbevölkerung kennen. 1617 gründete er die erste Confrérie des Dames de la Charité, die "Bruderschaft der Damen der Liebe", eine karitative Frauenvereinigung, die sich um Arme und Kranke sorgte. Die Töchter der christlichen Liebe sind heute mit rund 24.000 Mitgliedern die größte Frauengemeinschaft der katholischen Kirche. Die Vinzentinerinnen waren auch das Vorbild für die von Mutter Teresa gegründete Ordensgemeinschaft. Er stirbt 1660 im achtzigsten Lebensjahr und wird 1737 heiliggesprochen. 1885 wird er zum "Patron aller Vereinigungen der christlichen Liebe" ernannt. Sein großes Werk wirkt bis heute fort. Vinzenz Reliquien werden in der Kirche St. Lazare in Paris, sein Herz in der Mutterhauskapelle der Vinzentinerinnen in Paris, Rue du Bac, aufbewahrt.

 

Heilige Katharina Labouré

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Der 21. April 1830 ist ein grosser Tag für Katharina: Sie schreitet durch die Pforte des Mutterhauses der Vinzentinerinnen, Nr. 140, in der Rue du Bac in Paris und wird Novizin. Als ihr im Kloster dann ein Bild des Ordensgründers, des Heiligen Vinzenz, gezeigt wird, erkennt sie darin den Priester, der ihr im Traum erschienen war. und ihr dazu riet, sich auf die Pflege der Alten und Kranken zu besinnen, da Gott große Pläne mit ihr habe. Schon wenige Monate nach ihrem Eintritt ins Kloster hat sie die Muttergottes­ Erscheinungen, in denen ihr Maria die Verbreitung der "Wunderbaren Medaille" aufträgt. Bis zu ihrem Tod wird niemand (ausser Schwester Oberin, dem Spiritual Pater Aladel und dem Erzbischof von Paris) erfahren, dass sie die "Begnadete der Erscheinung Unserer Lieben Frau von der Wunderbaren Medaille" ist. Während schon tausende Medaillen in ganz Europa verbreitet werden, lebt Schwester Katharina unbekannt inmitten ihrer Arbeit und ihrer Mitschwestern. Kaum beachtet, verrichtet sie als Schwester im Altenheim von Enghien, (wohin sie nach ihrem Noviziat versetzt wurde), die anfallenden Arbeiten im Hühnerhof, der Wäscheküche, im Garten und im Haushalt. Sie widmet sich ganz der Betreuung und Pflege alter und kranker Menschen, während sie selbstverständlich selbst unentwegt die Wunderbare Medaille verteilt. Am 31. Dezember 1876 stirbt Schwester Katharina Laboure` 70jährig. Drei Tage später wird ihr Leib in einem Kellergewölbe unter jener Kapelle, in der sie 47 Jahre lang gebetet hatte, beigesetzt. Schon 1907 beginnt der Seligsprechungsprozess. 1933 lässt Kardinal Verdier im Hinblick auf ihre Seligsprechung ihr Grab öffnen. Zum Erstaunen der anwesenden Ärzte und weiterer Zeugen ist Katharinas Leib unversehrt, obwohl er 56 Jahre in einem feuchten Grab gelegen hatte. Selbst die Augen der Toten haben ihre blaue Farbe behalten. Man legt ihren Leib in einen Glasschrein, der noch heute in der Kapelle in der Rue du Bac steht. Am 27. Juli 1947 spricht Papst Pius XII. Katharina Laboure` heilig.

 

Heilige Maria  Mazzarello

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"Habt Mut fröhlich zu sein und alle eure Schwestern und die Mädchen fröhlich zu machen."

Geboren am 9. Mai 1837 in Mornese, in der Nähe von Genua, wuchs Maria Mazzarello als Älteste von zehn Geschwistern in einer tief christlichen Familie auf. In ihrer Pfarrgemeinde trat sie den „Töchter der Immaculata“ bei. Ziel der religiösen Vereinigung war es, Familien in Notsituationen zu helfen. Beim Einsatz während einer Typhus-Epidemie im Jahre 1860 erkrankte Maria schwer. Durch die Folgen der Krankheit, körperlich beeinträchtigt, erlernte sie gemeinsam mit ihrer Freundin Petronilla den Beruf der Schneiderin. Zusammen gründeten sie eine kleine Nähschule im Dorf, wo sie sich um junge Mädchen kümmerten. Den Mädchen eine wirtschaftliche und religiöse Grundlage geben, gehörte zu ihren großen Anliegen. Im Jahre 1864 traf sie Don Bosco. Dieser sah mit prophetischem Auge in jener Jugendlichen seine erste Don Bosco-Schwester und somit die Fortsetzung der erzieherische Arbeit auch unter den jungen Frauen. Maria Mazzarello wurde Schwester um zu dienen, wie Don Bosco und mit Don Bosco, Gott und seiner Kirche in der Gesellschaft ihrer Zeit, immer achtsam auf die Bedürfnisse der Jugendlichen, insbesondere der Armen.
Sie starb erst 44-jährig am 14. Mai 1881 in Nizza Monferrato und wurde am 24. Juni 1951 heilig gesprochen. Ihr Gedenktag ist am 13. Mai.

 

Seliger Papst Johannes XXIII

Papst Johannes

Der Leichnam des 1963 verstorbenen Johannes XXIII ist 43 Jahre nach dem Tod des populären Papstes noch nicht verwest. Dies hat eine hochrangige Kommission unter Leitung von Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano festgestellt, die das Grab des Papstes im Januar 2001 geöffnet hat. Anlass der Öffnung war die geplante Umbettung des Leichnams von der Krypta ins Innere des Petersdoms. Die Nachricht über die Unversehrtheit des im vergangenen Jahr selig gesprochenen Papstes hat in Italien für Schlagzeilen gesorgt. Alle überregionalen Zeitungen des Landes berichteten ausführlich von dem Ereignis, manche Kommentare sprachen von einem erneuten Beweis der Heiligkeit Johannes XXIII.

 

Heiliger Pfarrer von Ars

Pfarrer von Ars
Johannes Maria Vianney, der Heilige von Ars (1786-1859)

Johannes Maria Vanney begann als 19-jahriger seine theologischen Studien und wurde - nach grossen Problemen wegen seiner mangelnden Vorbildung - 1815 zum Priester geweiht. Vom Jahre 1818 an formte er mit seinem liebenswürdigen Charakter, seiner Güte und Demut sowie seinem unermüdlichen Seeleneifer aus der ,,Seelsorgerruine“ Ars eine blühende Pfarrei. Seine übernatürlichen Gnadengaben (Unterscheidung der Geister, Prophezeiung, Krankenheilungen, Seelenschau) führten schon zu Lebzeiten zu wahren Pilgerströmen. Die äußerste Bedürfnislosigkeit in Wohnung, Nahrung und Schlaf ermöglichte ihm, sich Tag und Nacht im Beichtstuhl und auf der Kanzel der Bekehrung der Sünder zu widmen. Er selbst führte die wunderbaren Erfolge in seiner Pfarrei auf das Wirken der Heiligen Philomena zurück, die er sehr verehrte. 1905 wurde der Pfarrer von Ars durch Pius X. selig und 1925 durch Pius XI. heilig gesprochen.1929 wurde er zum Patron der Priester erhoben. Sein Leichnam ist seit der Grabesöffnung unverwest.

 

Heiliger Scharbel Makluf

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Scharbel Makluf, geboren 8.5.1828 in Bega’Kafra im Libanon, wurde 1851 libanesischer Mönch (Baladit) und empfing 1859 die Priesterweihe. 1875 zog er sich in eine Einsiedelei in der Nähe seines Klosters zurück. Scharbel soll zahlreiche Kranke geheilt und sogar zwei Personen wieder zum Leben erweckt haben. Er galt als Urbild des vollkommenen Mönches und wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. Scharbel starb am 24./25. Dezember 1898 in Beirut. Bei der Öffnung seines Grabes 1950 fand man seinen Leichnam unversehrt. Papst Paul VI. hat ihn 1965 selig- und 1977 heiliggesprochen.

 

Selige Anna Maria Taigi

 

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Anna Maria Taigi wurde am 29. Mai 1769 in Siena (Italien) geboren und ihr Leben lang von Gott rund 25 Jahre lang mit mystischen Gnadenbeweisen gesegnet. Die Mutter von sieben Kindern sah unter anderem eine dornenumkränzte Sonne, auf deren Scheibe sie Gestalten und Ereignisse aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erkannte.

Ihr Leben führte sie in strengster Buße und Enthaltsamkeit. Anna Maria Taigi starb im Alter von 68 Jahren in Rom und wurde am 30. Mai 1920 von Papst Benedikt XV. selig gesprochen.

 

Heiliger Karl von Sezze

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*19. Oktober 1613 in Sezze bei Rom, † 6. Januar 1670 in Rom. Der von Bauernsleuten abstammende Karl war nach kurzer Grundausbildung vorerst Schafhirt und später Bauer. Mit 17 Jahren entschied er sich für ein zölibatäres Leben, wurde aber, scheinbar gegen den Willen der Eltern, Ordensmann und nicht Priester. Am 18. Mai 1635 trat er ins Kapuzinerkloster San Francesco in Nazzano ein und legte ein Jahr später die Profess ab. Bis 1640 lebte Karl in folgenden Konventen: San Maria Seconda in Morlupo, San Maria delle Grazie in Ponticelli, San Francesco in Palestrina, San Pietro in Carpineto Romano, San Pietro in Montorio und San Francesco a Ripa in Rom, wo er nebst zwei Kurzaufenthalten in San Giovanni Battista al Piglio und San Francesco in Castelgandolfo, meistens lebte. Im Oktober 1648, während einer Messe, wurde Karl stigmatisiert. Trotz seiner Aufgaben im Dienst des Konvents als Gärtner, Koch, Pförtner, Almosensammler und Sakristan gelang es ihm, ein intensives, beschauliches Leben zu führen und unermüdlich karitativ tätig zu sein. Laien wie auch hohe Geistliche liessen sich von Karl leiten, dem eine ausserordentliche Gabe von Gott zugesagt wurde. Diese spricht auch aus seinem umfangreichen, mystischen Werk, das er trotz mangelhaften Lese- und Schreibkenntnissen verfaßt hat. In einem Häretiker- und einem Heiligsprechungsprozess trat Karl als Ratgeber auf. Er soll auch die Pontifikate von Alexander VII. sowie diejenigen von Klemens IX., X., XI. vorausgesagt haben. Bei seinem Tode wurde die Stigmatisation entdeckt und von Ärzten als übernatürliche Wunde erkannt. - Karl erlangte Bedeutung einerseits dank seiner anerkannten Stigmatisation und andererseits wegen seines asketischen Lebens und den daraus entspringenden mystischen Schriften. Er wurde 1882 selig- und 1950 heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 7. Januar.

 

Beato Sebastián de Aparicio

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Sebastián wurde am 20. Januar 1502 in Galizien, Spanien geboren. Er starb mit 98 Jahren. Mit 31 Jahren schiffte er sich nach Amerika ein und wurde Einzelhändler in Puebla / Mexiko. In Chapultepec, dem Randgebiet von Mexiko, erwirbt er im Alter von 50 Jahren eine Viehherde, was damals einen großen Besitztum darstellte. Dennoch lebte er mit eindrucksvoller Einfachheit: er hatte kein Bett, aß die gleichen Tortillas wie seine Arbeiter und war bescheiden angekleidet. Mit dem erwirtschafteten Geld unterstützte er die Armen. Die Arbeiter hatten wegen seinen Tugenden eine grosse Achtung von ihm, wodurch das zwischenmenschliche Verhältnis von einer großen freundschaftlichen Art war. Diese wunderbare Tatsache wird dadurch untermauert, dass viele der benachbarten Arbeitgeber in den damaligen Zeiten Sklaven unterhielten und diese ihrem Namen nach behandelten. Im Jahr 1573 hatten die Klarissenschwestern einen grossen finanziellen und materiellen Notstand, aus dem er ihnen mit Waren im Wet von mehr als 20.000 Pesos uneigennützig heraushalf. Am 9. Juni 1574, im Alter von 72 Jahren tritt er in den Franziskanerorden ein und legt im Alter von 73 Jahren am 13 Juni 1575 die ewigen Gelübde ab. Sebastián war ein eifriger Anhänger der Jungfrau Maria, welche er auch manchmal in Visionen schauen durfte. Wie viele Heilige hatte auch er sehr viele Dämonenattacken zu überstehen. Einen liebevollen Bezug hatte Sebastián mit den Geschöpfen Gottes. Er liebte Tiere über alles und hatte einen wundervollen Umgang mit ihnen. Im Alter von 98 Jahren starb er gottergeben mit den Worten: „Ich glaube an die Auferstehung und an das ewige Leben." Sehr viele Einwohner von Puebla sorgten sich seit der Beerdigung um seine Seligsprechung. Zwei mal wurde er exhumiert, wobei sein Gesicht jedes mal aussah wie das eines Mannes im Alter von 60 Jahren, gleichsam als ob er schlafen würde.1787 wurde Beato Sebastián selig gesprochen. Ganze 968 Wunder wurden seit dem Prozeß der Seligsprechung dokumentiert.

 

Seliger Beato Stéfano Bellesini

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Geb. 25. November 1774 in Trient / † 2. Februar 1840 in Genazzano in Italien. Der Priester und Augustiner-Eremit Stephan Bellesini wirkte nach der Aufhebung des Klosters als Generaldirektor der Schulen im Fürstentum Trient. Nachdem die Klöster im Kirchenstaat wieder eröffnet wurden, wurde er ab 1826 Novizenmeister im Kloster in Gennazano, wo er auch als Pfarrer in der Gemeinde wirkte. Er starb während einer Cholera-Epidemie, weil er sich bei der selbstlosen und trotz der Ansteckungsgefahr aufopfernden Seelsorge angesteckt hatte. Stephan Bellesini wurde 1904 selig gesprochen.

 

Heiliger Bischof Rafael Guízar Valencia

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Rafael Guízar y Valencia wurde als viertes von elf Kindern geboren. Im Alter von 23 Jahren empfing er in Zamora die Priesterweihe und wirkte dann als Spiritual im Priesterseminar von Zamora; sein Bruder Antonio war inzwischen Erzbischof von Chihuahua geworden. Bald wurde er von von Papst Leo XIII. zum Apostolischen Missionar berufen und entfaltete in mexikanischen Dörfern eine außerordentliche Evangelisationsarbeit, bei der er sich eines selbst geschriebenen Katechismus bediente. In der Zeit der mexikanischen Revolution von 1910 und in der grausamen Verfolgungszeit kümmerte er sich in Veracruz um die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen und deren Angehörigen. Im Juli 1919 wurde er von Papst Benedikt XV. in Havana auf Kuba zum Bischof von Veracruz ernannt; die Bischofsweihe empfing er in der kubanischen Hauptstadt durch den dortigen apostolischen Nuntius, Erzbischof Tito Trocci. Als Bischof kümmerte er sich intensiv um das Priesterseminar und etablierte es neu in Xalapa.

Während der klerikalen Verfolgungszeit hatte Guízar y Valencia zeitweise weder einen festen Wohnsitz noch eine Unterkunft. Im Volksmund erzählte man sich wundersame Geschichten, etwa die Heilung eines Besessenen, dem der Bischof die konsekrierte Hostie in die Hand gelegt habe, oder Schwebezustände während der Eucharistiefeier, die das Volk als Zeichen der Heiligkeit betrachtet habe. Er erhielt zahlreiche Morddrohungen und flüchtete ins Exil in die USA, nach Guatemala und Kuba. Auch dort war er missionarisch tätig. Später kehrte er kurzfristig nach Mexico zurück, wurde aber bald darauf wieder gezwungen, das Land zu lassen und missionierte erneut in den USA, Kuba, in Guatemala und Kolumbien. 1929 kehrte er nach Mexiko in seine Diözese zurück.

1931 wurde der Druck auf die Kirche und den Bischof erneut erhöht. Der Regierungschef von Veracruz, Adalberto Tejeda, erließ ein Gesetz, dass auf 100.000 Einwohner nur ein Priester kommen dürfe; Guízar y Valencia floh zum dritten Mal und ging nach Puebla und Mexico City, kehrte schließlich aber wieder nach Veracruz zurück. Nach einer schmerzvollen Krankheit starb er in einem Haus in Mexico City.

 

Heilige María de Jesus de Agreda

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María de Jesus de Agreda (María Coronel),  trat mit 17 Jahren zusammen mit der Mutter und Schwester in das von ihren Eltern gegründete Franziskanerinnenkloster der Unbefleckten Empfängnis in Agreda ein und wurde bereits mit 25 Jahren Äbtissin des Konvents. Der Vater und zwei Brüder wurden gleichfalls Franziskaner. Maria von Jesus von Agreda starb an Pfingsten 1665 eines seligen Todes. Bei der amtlichen Öffnung ihres Sarges anlässlich ihres Seeligsprechungs- Prozesses im Jahre 1849 fand sich ihr Körper unverwest und verströmte himmlischen Duft. Die mit Visionen begabte Mystikerin erregte bald Aufsehen. 1643 kam König Philipp IV. von Spanien Rat suchend zu ihr und stand von da an bis zu ihrem Tod in geheimem Briefwechsel mit Maria v. Agreda. Die später veröffentlichte, über 600 Schreiben umfassende Briefsammlung gibt zum einen Aufschluß über den wankelmütigen Charakter des Königs und zum anderen im Kontrast dazu die erstaunliche Fähigkeit der Maria v. Agreda, nicht nur geistliche Ratschläge zu erteilen (Glaube, Gebet, christliche Sitten, etc.), sondern dem König auch für die Regierungsgeschäfte des Landes konkrete Vorschläge zu machen. Die Mystikerin hat zahlreiche Schriften verfaßt, die posthum erschienen. Hauptwerk ist die »Mística ciudad de Dios« (Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria), das in Spanien sehr verbreitet und in verschiedene Sprachen übersetzt wurde (bis heute über 130 Auflagen in verschiedenen Sprachen). Das Werk ist in Form eines erbaulichen Marienromans geschrieben, der auf den Visionen der M. beruht. Sie hatte es auf Anweisung ihres Beichtvaters nach 1637 niedergeschrieben, dann aber selbst, u. U. aus Furcht vor der Inquisition, vernichtet. Zwischen 1650 und 1660 entstand die heute erhaltene Fassung. Die »Mística Ciudad« drückt eine mystizistische Frömmigkeit aus, die neben den Offenbarungsquellen auch apokryphe Schriften und Überlieferungen der Volksfrömmigkeit einbezieht. Das Werk fand neben begeisterter Aufnahme scharfe Ablehnung. Hauptanklagepunkte bei den Gegnern waren eine übersteigerte Mariologie, unkritischer Gebrauch legendarischen Materials und der Anspruch, aufgrund persönlicher Offenbarungen zu schreiben. In Spanien befassten sich auf Anweisung König Karls IV. vier Universitäten mit der »Mística Ciudad« und erteilten ebenso wie die Universitäten Löwen und Toulouse ein positives Votum, während die Sorbonne 1696 einige Sätze verurteilte und das Buch 1713 sogar vorübergehend auf den Index gesetzt wurde, obwohl Papst Innocenz XI. selbst die Lektüre erlaubt hatte. In Deutschland setzte sich Eusebius Amort OSA (»De revelationibus«, Augsburg 1744) kritisch mit der Schrift auseinander. Dadurch entstand eine heftige Kontroverse, u. a. mit den Franziskanern Diego González Matheo und Landelin Maier, die Maria v. Agreda verteidigten. Kurfürst Max III. Joseph griff in den Streit ein, indem er Amort Schweigen auferlegte. Seitens des Gallikanismus, Jansenismus und der Aufklärung kam die hauptsächliche Kritik. Nach der Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis 1851 gab es erneutes Interesse für das Schrifttum der Maria v. Agreda, die dezidiert für diese Lehre eingetreten war. Sie gilt trotz der Kontroversen als eine der herausragenden Gestalten der spanischen Spiritualität des 17. Jhds.

 

Phänomene der Unverwesbarkeit normal Begrabener

Wie der Monsignore Geistliche Rat Wilhelm Schamoni sich in Deutschland mit den Heiligsprechungsakten befasst hat, so tat dies in England der Jesuit Thurston in ganz außerordentlichem Maße. Sein Buch, Begleiterscheinungen der Mystik, basiert im wesentlichen auf solchen Akten und Dokumenten. Zur Tatsache der Unverwesbarkeit schreibt er allgemein folgendes:

Die einschlägigen Phänomene können mit Vorteil in folgende sechs Klassen eingeteilt werden:

  • Man weiß von außernatürlichen Wohlgerüchen, die in der Nähe von Verstorbenen wahrgenommen wurden, manchmal sogar während Monaten und Jahren. (Sehr gut bezeugt ist das bei der heiligen Theresia von Avila.)
  • Es gibt Berichte über völliges Ausbleiben der Totenstarre.
  • Unverweslichkeit wurde sehr häufig festgestellt, in einigen Fällen noch nach Jahrhunderten, obwohl Einbalsamierung, Ausdörrung des Leichnams, Aufbewahrung in Metallsärgen und in luftdicht abgeschlossenen Räumen, sowie andere bewahrende Faktoren nicht in Betracht fielen.
  • Blutausfluss aus einem Leichnam wurde noch Wochen, Monate und Jahre nach dem Tode beobachtet. So floss bei der heiligen Katharina von Bologna drei Monate nach ihrem Tode Blut aus der Nase, als ihre Gruft geöffnet wurde; in diese war sie übrigens erst verbracht worden, als sie bereits vierzehn Tage in einem Erdgrab geruht hatte.
  • Gelegentlich, doch viel seltener, wird in zuverlässigen Quellen auch berichtet, dass ein Leichnam lange nach Eintritt des Todes die Körperwärme, manchmal sogar eine sehr hohe Körpertemperatur bewahrte. Als ein Chirurg die Leiche der Maria Villani neun Stunden nach dem Tode öffnete, um das Herz herauszunehmen, war die Temperatur im Innern des Leibes so hoch, dass er seine Hand mehrmals zurückziehen musste.“


Bei jedem Seligsprechungsprozess müssen im Verlaufe des Verfahrens die Gräber der jeweiligen Betroffenen geöffnet werden. Hierbei ergibt sich keineswegs bei allen Heiligen die Unverwesbarkeit. Viele sind vielmehr normal verwest wie alle anderen Verstorbenen auch. Andererseits sind eine erstaunliche Anzahl von später Heiliggesprochenen Jahrzehnte und Jahrhunderte nach ihrem Tode unverwest aufgefunden worden, ohne dass sie besonders präpariert waren. Auf vier Seiten führt Thurston solche Heiligen zwischen l4oo und l9oo auf.‘ Zu den bekanntesten Heiligen, die nach Jahrzehnten unverwest aus dem Grabe entnommen wurden und heute noch unverwest in den Kirchen aufgebahrt sind, gehören der berühmte Pfarrer von Ars, Bernadette Soubirous, welcher die Gottesmutter in Lourdes erschien, aus früherer Zeit die hl. Theresia von Avila, Katharina von Siena, Franz Xaver und Philipp Neri sowie die oben erwähnte Katharina Labouré, die Heilige der Wundertätigen Medaille. Bezüglich Bernadette Soubirous soll eine Aussage zitiert werden:

,,Keine Spur von Verwesung oder üblem Geruch konnte am Leichnam unserer geliebten Schwester wahrgenommen werden. Sogar das Gewand, in dem sie beerdigt worden war, war unversehrt. Das Gesicht war etwas gebräunt, die Augen waren leicht gesunken; sie schien zu schlafen. Die feuchten Leichengewänder wurden durch frische ersetzt. Der Körper wurde in einen neuen Zinksarg auf weisse Seide gelegt. Dazu legte man in einer Glastube einen Bericht, der über die Öffnung des Sarges und den Zustand, in dem man den Körper gefunden hatte, Rechenschaft gibt. Darauf wurde der Sarg wieder in die Totenkapelle in unserm Garten gebracht.“

Bezüglich der hl. Magdalena-Sophie Barat, der Gründerin der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu, die 1865 starb, berichtet Thurston, dass 28 Jahre nach ihrem Tode ihr Leichnam fast völlig unversehrt gefunden wurde, obwohl der Sarg zum Teil zerfallen und mit Pilzen bedeckt war. Er führt noch weitere ähnliche Beispiele an.

Schon oben wurde aus den Heiligsprechungsakten des hl. Andreas Bobola zitiert. Dieser wurde am 16. Mai 1656 grauenvoll zu Tode gemartert und beerdigt. 1701 wurde sein völlig unverwester Leichnam nach den oben geschilderten Erscheinungen gefunden mit den abgeschnittenen Gliedmaßen, der abgezogenen Haut, den Brennwunden und den unter die Fingernägel getriebenen Holzstücken. In der Folge sollen nur einige Sätze der Zeugenaussagen bezüglich dieser Unverwestheit angegeben werden:

Valerian Kuczynski, 57 Jahre alt: Wir öffneten den Sarg, fanden den Körper ganz unverwest, mit den Wunden so zermartert wie er jetzt zu sehen ist, und als wir ihn vom Staube reinigten, säuberten wir auch den Sarg und legten den Leichnam wieder hinein. Und wir hielten die Unversehrtheit seines Leibes für eine einzigartige Gnade Gottes und für ein ganz besonderes Wunder, nachdem er so viele Jahre in dieser Weise gelegen hatte, und daß er sie durch sein Martyrium, das er für den katholischen Glauben erlitten hatte, verdient habe. Wir stellten auch keinerlei Geruch bei ihm fest, ja der Leib war genauso, wie wenn er gerade erst begraben worden wäre.“

Anton Mocydowski, 36 Jahre alt: Als sein Leib am dritten Tage gefunden war, wurde es uns sofort mitgeteilt, ich besuchte damals die Schule in Pinsk. Ich war gleich nach der Auffindung mit einer Kerze am Grabe. Ich sah den unverwesten Leib, der so gemartert war, der Sarg war verfault, und ich habe von verschiedenen gehört, dass diejenigen, die ihn gekannt und von den Kosaken gemartert gesehen hatten, ihn wiedererkannt hätten an den Handwunden und der abgeschnittenen Nase.

Schamoni schreibt weiter: Der Leib war dann in einem neuen Sarge unter dem Fenster des Totenkellers geborgen worden. Der Heilige wurde als Wundertäter verehrt. Die vielen Gebetserhörungen führten 1719 zu einer amtlichen Eröffnung des Sarges. Man fand den Märtyrer vollkommen unverwest, abgesehen von den Wunden war der Körper völlig intakt, er war biegsam, das Fleisch weich. Fünf Arzte und Apotheker bezeugten unter Eid diese Tatsache und dass keine Erhaltungsmittel angewandt seien. Im Jahre 1920 brachten die Bolschewisten den Leib in ein Museum nach Moskau. Es gelang Pius Xl, ihn herauszubekommen, er ruht jetzt in Al Gesu in Rom.

Wie in den anderen Fällen war es auch hier: Andere Leichen im Totenkeller waren völlig verwest.

 

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