Stigmata

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Der göttliche Auftrag und Sinn des Sühneleidens

Ein unentbehrliches Merkmal des Christentums ist die Nachfolge Jesu Christi, welcher als Sohn Gottes den Menschen den Weg zum wahren Leben aufzeigte. Jesus selbst sagte über diese Nachfolge folgende Worte:

Matthäus 16, 24-27: Von Nachfolge und Selbstverleugnung

Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

Jesus selbst also gab den Gläubigen den Auftrag sich selbst ganz aufzugeben, das eigene Kreuz zu schultern und den Weg des Leidens ohne Angst und voll Stärke und Zuversicht zu gehen. Das Kreuz Jesu ist unweigerlich mit seinem Kreuzesleiden verbunden - und somit mit seinen Kreuzeswunden. Abseits von äußeren Vorurteilen und Abschreckung ist es wichtig zu verstehen, dass das Leid dieser Erde ein unglaublicher Schatz ist. Jesus Christus hat die Welt durch sein 33-jähriges, leidvolles Opfer von der Erbsünde und dem Tod befreit. Die größten Gnaden fließen aus den Wunden des gekreuzigten Heilands. Kein Mensch dieser Erde ist ohne Leid, tagtäglich sind wir damit konfrontiert. Egal ob seelisches oder körperliches Leiden: niemand ist davon ausgenommen. Der Heiland als Sohn des allmächtigen Gottes zeigte uns durch sein heiliges Leben den wahren Wert des Leidens: Seine Erlösungskraft. Durch Gottes unergründlichen Ratschluss hat er dem Leiden einen unglaublichen heilenden, sühnenden und erlösenden Wert zugeteilt. So ist es möglich, stellvertretend für die Sünder, die armen Seelen im Fegefeuer, ungläubige Mitmenschen, die eigenen Sündhaftigkeiten, Verbrechen, Greuel - und alles was man sich vorstellen kann - zu sühnen, wie es Jesus tat. Das Leid, insofern es ohne Widerwillen und in heiliger, demütiger Ergebung aus Gottes Hand angenommen und ihm aufgeopfert wird, bekommt somit eine schier nicht zu verstehende Kraft. Die heiligen Engel beneiden die Menschen um die hohe Auserwählung, zusammen mit dem Sohn Gottes leiden zu dürfen und sein heiliges Erlösungswerk der Erde zu vollenden. Die Leidensfähigkeit des menschlichen Körpers und die besondere Erwählung, dieses Leiden zu einem fruchtbaren Samen im Ackerboden des geistlichen Lebens zu machen, stellt eine der größten Gnaden dar, die der Herr den Menschen gewährt hat.

Jeder Christ, der um dieses Mysterium bescheid weiß, ist dazu aufgerufen, alle seelischen und körperlichen Leiden in die Hände Gottes zu legen und sie ergeben anzunehmen. Dies können Hunger und Durst, Kälte und Hitze, Schmerzen und Depression, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Traurigkeit, der Verzicht auf allerlei Vergnügen oder Annehmlichkeiten etc. sein. Ein exemplarisches Beispiel: Der Verzicht auf ein Glas Wasser bei Durst kommt im Zuge einer Aufopferung für die armen Seelen dem stetigen Durst dieser Seelen zugute, welche dadurch von ihrer Last befreit werden. Man kann sich sicher sein, dass alle Seelen, für welche ein Mensch opfert, in vollster Intensität vor Gott für den betreffenden einstehen und für ihn sprechen werden.

 

Das Vorbild der Heiligen

In sehr vielen Lebensläufen der Heiligen findet sich das tiefe Verständnis dieses großen Wertes. Eigene Sünden und jene der Mitmenschen werden durch das Leiden ausgelöscht, Bekehrungen erwirkt und Seelen erlöst. So gab es immer wieder Menschen, hingerissen von der Liebe zu ihren Mitmenschen und zu Gott, welche sich dem Herrn als Ganzopfer anboten und ihm tief in dieses Leidensmysterium nachfolgten. Diese Menschen nennt man Sühneseelen, da sie genau wie Jesus am Kreuz ihr ganzes Leben dem Herrn anbieten, um die Sünden der Mitmenschen und der armen Seelen auf sich zu nehmen und stellvertretend für sie zu sühnen, um diese Seelen zu retten bzw. zu erlösen und beim Herrn um Verzeihung für jene zu bitten. Dieses höchste Ausmaß der Hingerissenheit und Liebe zu Gott ist wohl mit das heldenhafteste, was ein Mensch tun kann: sein Leben hinzugeben für die Freunde und sich uneigennützig von der Liebe verzehren zu lassen.

 

Die Wunden des Herrn

Der Herr führt solche Menschen so tief in die mystische Vereinigung mit seinem eigenen Leiden, dass es dazu kommen kann, dass der Gläubige die Wundmale Jesu Christi am eigenen Leib zu tragen bekommt - unsichtbar oder sogar sichtbar. Es sind auch Fälle bekannt, in denen die unsichtbaren Stigmata erst nach dem Tod des Gläubigen sichtbar wurden. Eine Stigmatisierung geht mit großen Schmerzen einher, welche besonders in der Karwoche äußerst heftig sein können. Bei vielen Fällen öffneten sich die Wunden besonders am alljährlichen Karfreitag, dem Sterbetag Jesu am Kreuz.

Die Stigmatisierten tragen entweder ausgewählte oder sogar alle der folgenden Wunden Jesu am eigenen Körper:

  • Die Wunden der Dornenkrone an Stirn und Kopf
  • Die Wunden der Kreuzigungsnägel an Händen sowie Füßen
  • Die Wunde des Lanzenstiches an der linken Bauchseite
  • Die Herzenswunde
  • Die Geißelungswunden Jesu
  • Die Schulterwunde Jesu

In vielen Fällen erfahren diese Sühneseelen im Moment der Stigmatisierung ein mystisches Erlebnis der Vermählung mit dem Heiland. Das, wonach sich ihre Seele sehnt und worin sie Jesus in intensivster Weise nachfolgten, dem stellvertretenden Sühneleiden, findet seinen Höhepunkt in diesem Akt und kehrt das Innere nach Außen. Diese mystische Nachfolge ist für Außenstehende Skeptiker nur schwer zu verstehen. Der gekreuzigte Heiland leidet in den Bereitwilligen für das Heil der Welt. Diese Menschen sind Christus in besonderer Weise ähnlich geworden; das hohe Ideal des Christentums. Stigmata werden keinem Menschen gegen dessen Willen "übergehäuft" - im Gegenteil sind sie ein wahrhaft gnadenreiches Geschenk Gottes für ausdrücklich leidensbereite, im heiligen Lebenswandel stehende Christen. Wie fruchtbar dieses extreme Leiden für die Menschheit ist, wird deutlich, wenn man sich die schier unglaublichen Kämpfe (zum Bsp. des Heiligen Pater Pio) gegen die Dämonen vor Augen führt, welche alles daran setzen wollten, ihn von seinem lebenslangen Opfer und seinem heiligmässigen Leben abzubringen. Die Stigmatisierten sind wie Leuchtfeuer und Fackeln in der Dunkelheit, sie entreißen dem Satan durch ihr Sühneleiden tausende von Seelen und sind Werkzeuge Gottes, welche das Licht des Friedens und der Heiligkeit in diese Welt zu tragen.

 

Die Stigmatisierten

Es gibt etwa 400 bekannte Fälle von Menschen, welche die Wundmale Jesu Christi trugen und von denen einige ausgewählte nachfolgend aufgezeigt werden. Franziskus von Assisi war der erste dokumentierte sichtbar Stigmatisierte. Er empfing die Wundmale am 14. September 1224 auf dem Berg Alverna während der Erscheinung eines Seraphen (1. Chor der Engel). Im Buch Träger der Wundmale Christi von Johannes M. Höcht wird die interessante Frage aufgeworfen, ob Paulus der erste unsichtbar Stigmatisierte sei, da er selbst schrieb:

Galatherbrief 2:20; 6:17

Ich trage die Wunden des Herrn in meinem Leibe. Ich bin mit Jesus gekreuzigt.

So ist es wichtig für die nachfolgenden, zum Teil martialisch anmutenden Gegebenheiten zu verstehen, dass sich mit der vollen Zustimmung jener Menschen das an ihnen vollzieht, was der Herr am Kreuze erlitten hat. Wie der Wachsstock einer Kerze verzehrten sich diese Menschen, um Nahrung zu sein für das sich immer weiter ausbreitende Licht in der Welt, zur Rettung der Seelen und für Gottes Reich auf Erden. Sie werden nun Zeuge der vollkommenen mystischen Vermählung von Menschen mit dem leidenden Christus und lernen große, zum Teil wundertätige Heilige kennen, welche sich stets im Kampf gegen die Sünde und das Böse in dieser Welt ganz der verzehrenden Liebe des Herrn hingegeben haben und lebendige Zeugnisse dafür sind und waren, dass der christliche Glaube keine Mär, sondern die bestimmende Realität dieser Welt ist. Jesus hat die Welt erlöst - und diese Menschen stehen dafür ein.

 

Heiliger Pater Pio

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Francesco Forgione wurde als Kind einer Bauernfamilie geboren. Er habe weniger als andere Kinder gegessen und kaum geschlafen, schwere Fieberanfälle wie durch ein Wunder überstanden. Im Alter von 16 Jahren trat er als Novize den Kapuzinern in seiner Heimat bei und erhielt den Ordensnamen Pio. Unter Mühen ob seiner angeschlagenen Gesundheit - er litt unter Tuberkulose - hielt er das asketische Leben durch, absolvierte das Theologiestudium und wurde 1910 in der Kathedrale von Benevent zum Priester geweiht. Bis 1915 war er in seinem Heimatort als Gehilfe des Ortspfarrers tätig, ab 1916 als Mönch im Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo. 1918 erschienen auf seinem Körper plötzlich die fünf Wundmale Christi, die ihn zum ersten stigmatisierten Priester in der Geschichte der katholischen Kirche machten, und die bis zu seinem Tod sichtbar blieben.

Am 23. September 1968 betrachtete der Guardian Carmelo da San Giovanni in Galdo zusammen mit anderen Zeugen den Leichnam. Er bezeugt: Die Hände waren ganz anders als früher. "Alle Stigmen waren vollständig verschwunden ohne eine Spur von Narben

Bald schon kamen die ersten Pilger zu Pater Pio in sein Kloster und erlebten ihn bei seinen Messen wie der Wirklichkeit entrückt. Er wurde als Beichtvater zum "Apostel des Beichtstuhls", seine prophetische Gabe wurde weithin gerühmt, er zählte zu den größten Mystikern des 20. Jahrhunderts; die katholische Kirche distanzierte sich aber von ihm, bezeichnete ihn als "Hysteriker", verbot ihm sogar von 1922 bis 1934 das Lesen der Messe und das Beantworten von Seelsorgebriefen. Aber die Menschen vertrauten ihm; ab 1940 begann er, Leiden der Pilger durch Handauflegen oder mit Worten zu lindern oder gar zu heilen. In den Armen, Leidenden und Kranken sah er das Bild Christi, besonders ihnen galt sein Werk der Nächstenliebe. Dem jungen polnischen Priester Karol Woityla, dem späteren Papst Johannes Paul II., soll er bei einem Besuch im Jahre 1947 sowohl die Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche als auch das Attentat von 1981 vorher gesagt haben. Von Spendengeldern ließ er 1956 eines der modernsten Krankenhäuser Süditaliens bauen.

Heute gibt es in Italien über 2300 Gebetsgruppen, die sich an der Spiritualität von Pater Pio orientieren, hinzu kommen weitere 400 Gruppen in aller Welt. San Giovanni Rotondo ist heute die meistbesuchte Pilgerstätte für Hilfesuchende aus aller Welt: 7 Millionen Besucher kommen jedes Jahr, fast doppelt so viele wie nach Lourdes. Pater Pio ist in Italien der mit Abstand beliebteste Heilige, Fernsehfilme über ihn haben Rekord-Zuschauerzahlen.

 

Therese Neumann

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Therese Neumann (08.04.1898 - 18.09.1962) wurde auf Fürsprache der heiligen Therese von Lisieux mehrfach von schweren Erkrankungen geheilt, obwohl bei einem Teil der Erkrankungen eine Gesundung medizinisch unmöglich erschienen war.

Weitere Phänomene in ihrem Leben waren:

  • das Erleben von geschichtlich-religiösen Ereignissen in Visionen,
  • die Wiedergabe des in der Vision Gehörten in der Originalsprache,
  • das Auftreten der Wundmale Christi (Stigmata),
  • die Tatsache, dass sie über Jahrzehnte hinweg ausschließlich vom regelmäßigen Empfang der heiligen Kommunion lebte und
  • die Gabe des Rates und der Weisungen.

Obgleich diese Phänomene naturwissenschaftlich nicht erklärbar und daher für manche schwer zugänglich sind, bezeugt Thereses Leben nicht nur für Gläubige, sondern auch für viele, die ihre Situation näher kennenlernten, das Wirken Gottes in der Welt. Ihr Beispiel ist eine Aufforderung, den Willen Gottes bereitwillig anzunehmen und den Nächsten zu helfen. Am ersten Fastensonntag, 13. Februar 2005, wurde der Seligsprechungsprozess der Therese Neumann eröffnet.

1927 wurde vom Bischof von Regensburg eine Kommission eingesetzt, die unter Leitung des Arztes Dr. Seidel überprüfen sollte, was an der Behauptung war, sie habe seit 1922 keine Nahrung und seit Weihnachten 1926 auch keine Flüssigkeit mehr zu sich genommen. Zu diesem Zweck wurden vier Krankenschwestern herangezogen, die auf ein sehr strenges Bewachungsstatut vereidigt wurden. Diese lösten sich ab, so daß Therese Tag und Nacht jeweils von zwei Schwestern ohne jegliche Unterbrechung beobachtet wurde. Es erfolgten nicht nur körperliche Untersuchungen, sondern auch das Zimmer, das Bett, die Kleider usw. wurden gründlich untersucht, und es wurden auch an­dere Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die Überprüfung dauerte zwei Wochen und ergab, daß Therese jedenfalls während dieser Zeit nichts zu sich genommen hatte. Diese Überprüfung ging auch damals durch die Presse.

 

 

Debora aus Manduria

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Hier das Zeugnis des untersuchenden Arztes (Auszug):

„Am 5. August 1994 habe ich im Institut der Töchter von Jesus, dem Guten Hirten in Zagarolo (in der Gegend von Rom), die zwanzigjährige Debora Marasco aus Manduria (in der Gegend von Taranto) untersucht.

Sie wies parallele Einschnitte von 7 bis 8 cm Länge auf, die sich von der linken bis zur rechten Schläfe am Rand des Haaransatzes hinzogen: diese Wunden vermehrten sich nach ein paar Minuten; dann kamen andere Verletzungen hinzu, die aus Punkten von 3 bis 4 mm Durchmesser bestanden, aus denen sich rotes, intensiv duftendes Blut ergoss.
Die Patientin, die körperlichen und mündlichen Stimuli gegenüber unempfindlich blieb, hatte halb geschlossene Augenlider und stöhnte ununterbrochen; manchmal murmelte sie etwas, das zum Teil verständlich war und sich auf den Blut weinenden Jesus bezog. Dieses Phänomen zeigte sich auch im Gebiet der Fußunterseite und des Fußrückens: der überaus intensive Schmerz der betroffenen Stellen machte jegliche aktive oder passive Bewegung unmöglich.

Diese Phänomene gingen um 17 Uhr zu Ende, während das Blut der Hände, der Füße und der linken Lendengegend in dem Maß resorbiert wurde, in dem das Phänomen verging. Teilweise geronnenes Blut blieb dagegen auf der Stirn wie miteinander verschlungene Fäden sichtbar, und zwar fast drei Tage lang.
Am 11. August war Debora bei mir zu Gast. Sie hatte ein Bildnis von Christus mitgebracht. Um 10 Uhr 30 begann es, Tränen zu vergießen, und zwar viel reichlicher als das vorhergehende Mal. Diese Tränen waren so zahlreich, dass einige davon auf den Marmor des Möbelstücks flössen, auf dem das Bildnis stand. Die Tropfen drangen so schnell in den Stein ein, dass sie nicht mehr von Watte aufgesaugt werden konnten. Diese Tropfen sind noch immer sichtbar.

 

 

Ungarische Mystikerin und Stigmatisierte Elisabeth Galgóczy

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Als glaubwürdigster Zeuge steht an erster Stelle der Hw. Herr Pfarrer Koloman Doroszlai, erzbischöflicher Rat, der über 20 Jahre hindurch Seelenführer von Elisabeth war. Er kannte am besten ihre Liebe zu Gott und den Menschen, ihre in Gottes Hl. Willen ruhende Gesinnung, ihre heroische Geduld während ihrer langen Krankheit und ihre grenzenlose Opferbereitschaft. Herr Pfarrer Koloman Doroszlai starb am 28. Januar 1973 im Priesterheim zu Stuhlweißenburg (= Székesfehérvár). Vor seinem Tode gab er auf die Fragen der zuständigen amtlichen Behörden folgende Antworten:

  • Elisabeth Galgóczy habe ich gekannt.
  • Sie war über 20 Jahre hindurch mein nach Heiligkeit strebendes Beichtkind.
  • Ich nahm sie bei mir auf, weil sie ihre Angehörigen verlor. Sie war vollkommen allein gelassen.In Kisújszállás hatte ich im Pfarrhaus genügend Platz, um sie dort aufzunehmen. Da ich mich von ihren Stigmen persönlich überzeugen konnte, hielt ich es für meine Pflicht, ihr menschlichen Schutz zu gewähren.
  • Im Umgang mit ihr hatte ich nicht den mindesten Ärger erfahren. Am Tage ihres Todes stand ich ihr bei. An ihrer Beerdigung hatte ich teilgenommen.
  • Den tiefsten Eindruck hinterließ mir ihr von Leiden geprägtes Leben. Es machte auf alle einen übernatürlichen Eindruck.
  • Ihre Leiden hatten bei allen einen wunderbaren Eindruck hinterlassen. Die Gebetserhörungen durch sie sind unzählbar.
  • Ihre Leiden trug sie in Gottes Hl. Willen ergeben.
  • Seit ihrem Tode bin ich im Gebete oft mit ihr verbunden.
  • Gott möge mir helfen, daß alles, was ich über Elisabeth Galgóczy berichtete, der Wahrheit entspricht.

Koloman Doroszlai
erzbischöf. Rat, Pfarrer im Ruhestand
Stuhlweißenburg, 11. April 1972


Marthe Robin (1902-1981)

Marthe Robin (*13. März 1902 in Châteauneuf-de-Galaure, Département Drôme in Frankreich ; † 6. Februar 1981) war eine französische Mystikerin. Das einfache Bauernmädchen unserer Zeit lebte 50 Jahre lang ohne Nahrung und ausschließlich von der heiligen Eucharistie. Von 1929 an war sie stigmatisiert und erlebte regelmäßig von Donnerstag bis Freitag das Leiden Christi so intensiv, dass Blut von ihrer Stirn und den Augen austraten.

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Es wird versichert, daß Martha Robin keine Nahrung zu sich nimmt, ja man sagt, daß sie seit ihrer Stigmatisation am 2. Februar 1937 keinen Tropfen Wasser mehr zu sich genommen hat, kein Bröckchen Brot gegessen und keine Minute geschlafen hat. Die hl. Kommunion wird ihr zweimal in der Woche am Abend durch Kanonikus Finot gereicht, dem Direktor der Freien Schule zu Lyon, der durch die kirchliche Behörde zu ihrem Seelenführer bestimmt wurde. Nach dem Empfang der hl. Kommunion gerät sie sofort in Ekstase und bleibt darin, bis ihr Seelenführer ihr am folgenden Morgen gebietet, in diese Welt zurückzukehren.

Die großen Eingebungen von Marthe Robin

"Wenn wir sehen, was in der französischen Kirche im Entstehen begriffen ist und dabei ein wenig in die Tiefe schauen, stoßen wir häufig auf Marthe Robin: welch eine Frau!" (Kardinal Decourtray). Diese kleine Frau vom Lande, 53 Jahre lang ans Bett gefesselt, hat in ihrem Haus mehr als 100 000 Menschen empfangen und das Leben von vielen verändert, indem sie ihnen zuhörte, Rat erteilte und sie ermutigte. Manche Versöhnung hat sie ermöglicht, Dutzende von Priester- und Ordensberufen hat sie inspiriert. Mehr als 40 Bischöfe und Kardinäle und zahlreiche Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens haben sie besucht. Mehr als 20 Gemeinschaften hat sie auf die eine oder andere Weise unterstützt. Zusammen mit Père Finet steht sie am Ursprung der Foyers de Charité. Mittlerweile gibt es davon 75 in 40 Ländern.

Ein kurzer Blick auf eine entscheidende Etappe ihres Lebens (1918-1928)

Im Alter von 16 Jahren wird Marthe Robin von der Krankheit erfasst. Zwischen 1918 und 1928 kämpft sie gegen eine Krankheit, die unerträgliche Schmerzen hervorruft, fortschreitend verläuft und 1942 als "Epidemische Enzephalitis" diagnostiziert wird. Marthe Robin erfährt während einer Dauer von zehn Jahren Hoffnung auf Heilung und Entmutigung, je nachdem, ob die Krankheit zurückgeht oder voranschreitet.
"Manchmal bin ich wirklich niedergeschlagen", schreibt sie an eine Freundin. "Was soll ich Ihnen über mich sagen? Das Leben ist immer gleich grau und monoton, es bringt viel mehr Traurigkeit als Freude".

Mit 26 Jahren, in einem Alter, wo man Pläne schmiedet, ja Lebensentscheidungen trifft, stellt sie traurig fest, dass das nicht für sie gilt: "Alle können und müssen ihre Berufung erfüllen, aber nicht ich. Ich habe mit Gott gestritten". Welchen Sinn soll sie ihrem Leben geben, welche Zukunft? Sie kennt die Angst, vielleicht sogar die Auflehnung.

Dezember 1928: Ein Licht in der Nacht

Aus Gnade erlebt Marthe an einem Dezembertag 1928 beim Empfang der Sakramente eine entscheidende und endgültige Begegnung mit den Herzen Jesu am Kreuz. Ein neues Leben wird ihren Leib und ihr Herz erfassen. Alles wird klar, alles bekommt Sinn: Diese Krankheit, die sie über verschiedene Etappen in eine langsame und sichere Zerstörung ihrer Person hätte führen können, wird, so paradox das scheinen mag, zur "Chance" eines neuen Lebens, das ganz anders verlaufen wird.

"Nach den Jahren der Angst, nach vielen physischen und moralischen Prüfungen, habe ich es gewagt: ich habe Jesus Christus gewählt".

Sie empfängt vom Herzen Christi am Kreuz den Sinn ihres Lebens als Kranke: vereint mit dem Leben Christi kann es fruchtbar werden für die Kirche und für die Welt. Marthe Robin trifft in diesem Moment die Wahl eines Lebens, das mit dem Leben Jesu, der gekreuzigten Liebe, gleichförmig ist:
"Das Heiligste Herz Jesu am Kreuz ist die unverwundbare Wohnung, die ich auf Erden gewählt habe".

Ihr Pfarrer, Père Faure, ist Zeuge dieses Ereignisses in ihrem Leben und begleitet sie auf diesem neuen Weg. Ihr geistliches und mystisches Leben entwickelt sich jetzt innerhalb ihres Lebens als bettlägerige Frau. Es wird zum Mittel der Einheit und Vereinigung, zum Ort der Opfergabe und der Hingabe.

Dies ist der Beginn der göttlichen Gnaden der Vereinigung, die sie in Gegenwart der Jungfrau Maria lebt, der großen Erzieherin, ihrer teuren Mama, die sie immer sehr geliebt hat. Sie lebt jetzt das Wort Jesu: "Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank" (Joh 6,55). Der Wunsch nach dem Apostolat, ein Verlangen aus Liebe, ergreift sie: "Ich bin begierig, ich habe wirklich Hunger und Durst, für die Liebe und die Ehre Gottes zu wirken". Ein Priester, der sie besuchte, war ergriffen und spürte den Eindruck einer Universalität: "Das Fenster ihres kleinen Zimmers war offen für die ganze Welt".

Einige Jahre später wird das Foyer de Charité geboren. Marthe Robin sorgt für ihr Werk, in dem Laien und Priester sich verbinden. Gründer diesesWerkes, das Marthe in ihrem Herzen zur Welt gebracht und seit 1933 mit ihrem Gebet begleitet hat, ist Père Finet, Im Foyer de Charité sind Laien und Priester berufen, gemeinsam das Wort Gottes zu leben, das allen verkündet wird, die Gott suchen, die Hunger und Durst nach seinem Erbarmen haben, die nach einer Hoffnung suchen.

Ein neuer Weg den Glauben zu leben

Gott: ein Vater. Marthe Robin hat die Vorstellung eines "richtenden" Gottes vehement abgelehnt. Für sie war Gott ein besorgter, naher, liebender und fürsorglicher Vater. Auf diesen Punkt legte sie großen Wert, denn es war ihre alltägliche ständige Erfahrung. Was sie anging, war das Leben mit Gott wirklich ein "Familienleben". Ihr Vorbild ist umso wichtiger, als sie, aufgrund ihrer Krankheit, eine Haltung der Auflehnung und des Widerspruchs gegen Gott hätte einnehmen können. Aber am Ende ging ihre Beziehung mit Ihm viel tiefer, indem sie seine Vaterschaft entdeckte.

Jesus, das Brot des Lebens. "Gott hat die Wahrheit und die menschliche Wirklichkeit der Eucharistie gewissen Personen offenbart. Das sind die Mystiker der Eucharistie" (P. Jesus Castellano, Kongress über das Geheimnis der Mystiker). Marthe lebt mehr als 50 Jahre von dieser Gabe. Sie spricht über die Kraft der Eucharistie, die sie in sich erfährt: "Ich möchte denen, die mich fragen, ob ich esse, am liebsten zurufen, dass ich mehr esse als sie, denn ich werde von der Eucharistie, vom Blut und Fleisch Jesu ernährt. Ich würde ihnen gerne sagen, dass sie es sind, die sich die Wirkungen dieser Nahrung aufhalten, sie machen sie unwirksam."

Eine innige Beziehung mit Maria. Auch zu diesem Thema hatte Marthe Robin auch einiges zu sagen, wie sie es in Bezug auf ihre vertrauliche Beziehung zu Gott als ihrem Vater konnte. Die Jungfrau Maria ist kein abstraktes und entferntes Wesen, sondern eine Mutter, die sich um ihre Kinder kümmert und mächtig unter den Menschen wirkt. Die Beziehung zu Maria, in deren Hände sie sich vertraut, geben Marthe Robin die nötige Kraft und Geduld.

Die Menschen sind in Gott miteinander verbunden. Wie kann eine kranke Frau Gott am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und mit anderen Menschen verbunden sein? Zumal, wenn sie bettlägerig ist und ihr Körper zu keinerlei Arbeit fähig ist? Marthe Robin schafft mit den Menschen eine neue schöne Beziehung, die in Christus gelebt wird. Die Familie Gottes ist auf geheimnisvolle und mystische Weise mit dem menschlichen Familienleben verbunden. Dies gehört zu den stärksten und neuartigsten Dingen im Zeugnis von Marthe Robin.

Marthe Robin und die Kirche

Marthe Robin lebte und arbeitete an ihrem Platz für die Erneuerung der ganzen Kirche,

  • indem sie die Sendung der Laien in ihrer Verantwortung und im Bewusstsein der Bedeutung ihrer Taufe ermutigt. Um diese Berufung zu erfüllen, wurden die Foyers de Charité gegründet.
  • durch eine neue, brüderliche und mehr familiäre Sicht des priesterlichen Lebens, stärker verbunden mit den Laien und in Zusammenarbeit mit ihnen.
  • durch ihr Vertrauen in die Kirche, das sie zum Ausdruck bringt. Marthe Robin ist sich, weiß Gott, sehr wohl der Schwierigkeiten bewusst, die der katholischen Kirche und das Christentum allgemein begegnen. Aber es fehlte ihr nie an Vertrauen in die Zukunft. Sie hat für die Kirche und in der Kirche gelitten, aber das hat ihrem Vertrauen keinen Abbruch getan, und die Bedeutung ihres Zeugnisses nicht geschwächt. Alle Bischöfe der Diözese Valence haben sie unterstützt, und sie hat ihre Pfarrgemeinde sehr geliebt.

Die Früchte des stillen Opfers von Marthe Robin

  • Sie wurden in Tausenden und Abertausenden von Zeugnissen beschrieben.
  • Die Anzahl der Besucher, die zu ihrem Haus kommen, um zu beten und ihre Anliegen anzuvertrauen, wuchsen stetig.
  • Nach den 52 Foyers de Charité, die zwischen 1936 und 1981 gegründet wurden, wurden weitere 25 auf Bitten der Bischöfe in verschiedenen Länder zwischen 1981 und 2001 gegründet (elf in Afrika, sechs in Asien, zwei in Lateinamerika, vier in Europa, zwei in Kanada, fünf weitere wurden im Verlauf des Jahres 2002 gegründet, dem Jahr des 100. Todestages von Marthe).

Wir sind Zeugen der Fruchtbarkeit des Lebens von Marthe Robin, des Lebens dieser christlichen Frau, die sich in ihrem schmerzerfüllten Alltag, in Treue zu ihrer Taufe, für das Opfer entschieden hat und so das Geheimnis von Christi Tod und Auferstehung an sich selbst erfuhr. Gegenwärtig prüft die Kongregation für die Heiligen ihre christlichen Tugenden, ihren Lebenslauf und die Ergebnisse des Informationsprozesses, um ein Urteil über ihre beantragte Seligsprechung abzugeben.

 

Marie-Julie Jahenny

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Die stigmatisierte Bretonin Marie Julie Jahenny wurde am 12. Februar 1850 in Blain (Westfrankreich) geboren. Ihre Mutter ließ sie am Tag nach der Geburt - es war Aschermittwoch - taufen und weihte sie der Heiligen Jungfrau. Marie Julie war drei oder vier Jahre alt, als die Eltern nach La Fraudais, einem Nachbarort, übersiedelten. Schon als kleines Mädchen entwickelte sie eine große Liebe zum Gebet und eine außergewöhnliche Neigung zur Kreuzverehrung. Sie mußte deswegen zahlreiche Kränkungen und Schmähungen erdulden. Sie ging nur sechs Monate zur Schule. Im Alter von 16 Jahren wurde sie in den Dienst bei einer Familie vermittelt, blieb aber dort nur sechs Monate, denn sie war zu schwach, um diese Arbeit länger zu verrichten. Am 6. Januar 1873, mitten unter dem Hochamt, wurde sie von einer außergewöhnlichen Müdigkeit befallen. Der Arzt rätselte: Sollte es Magenkrebs oder sonst irgendein bösartiger Tumor sein?

Am 15. Februar hatte man sie bereits aufgegeben, und sie empfing das Sakrament der Letzten Ölung. Am 22. Februar erwartete man von Stunde zu Stunde ihren letzten Atemzug. Sie verlor das Bewußtsein, kam aber wieder zu sich und sagte: Weint nicht, ich werde nicht sterben; ich habe die Heilige Jungfrau gesehen; sie hat mir mitgeteilt, daß ich am 2. Mai, nachmittags um 3 Uhr wieder gesund werde. Sie war ganz in Weiß gekleidet und stützte sich auf ein großes, weißes Kreuz. Sie hat mir viel Leid angekündigt und versprach, wieder zu kommen. Am 15. März wurde sie von der Heiligen Jungfrau in Sanftmut gefragt, ob sie bereit wäre, die Wunden ihres Sohnes anzunehmen und den Rest ihres Leben für die Bekehrung der Sünder zu leiden? "Ja, meine gute Mutter, wenn mein Jesus es wünscht, bin ich bereit, seinen heiligen Willen zu erfüllen!" antwortete das Mädchen. Die Heilige Jungfrau sagte wiederum: "Mein liebes Kind, es wird deine Sendung werden" und versprach, in Begleitung ihres geliebten Sohnes wieder zu erscheinen. Ihre Stigmatisierung erfolgte am 21. März 1873 in Gegenwart zahlreicher Zeugen. Unser Herr erschien ihr mit Seinen fünf leuchtenden Wunden, von denen nacheinander ein Strahl ausging und ihre Hände, Füße und Seite traf und die Zeichen der Kreuzigung hinterließ, aus denen das Blut floß. Marie Julie kündigte an, daß es am kommenden Freitag wieder fließen würde. Nachmittags um ein Uhr begann ihr erster Kreuzweg. Von nun an erlebte sie jeden Freitag bis zu ihrem Tod die Passion unseres HERRN. Am 7. Oktober desselben Jahres wurden ihr die Male der Dornenkrone gegeben und am 25. November erhielt sie die Schulterwunde. Kurz danach verkündigte ihr die Heilige Jungfrau eine große Gnade: Sie wird die Braut Jesu. Diese mystische Bündnis wurde für den 21. Februar 1874 vorhergesagt. An diesem Tag, in Anwesenheit offizieller, vom Bischof ausgesuchter Zeugen, wurde ein Ring am Ringfinger von Marie Julie sichtbar.

Wie viele große Mystiker lebte Marie Julie längere Zeit ohne feste oder flüssige Nahrung. Die Heilige Mundkommunion genügte, um sie am Leben zu erhalten. Dieses Wunder dauerte das erste Mal 94 Tage; und das zweite Mal, ab dem 28. Dezember 1875 waren es fünf Jahre, einen Monat und 22 Tage. Nach der Stigmatisierung wurde das Leben von Marie Julie ein Folge von übernatürlichen Begebenheiten. Wunderbare Empfänge der hl. Kommunion, unerklärliche Heilungen, himmlische Visionen, Prophezeiungen u. v. m. In der Kammer der Stigmatisierten fanden unzählige Besucher Gnade und Beistand, Heilung von Krankheiten und Bekehrung der Seelen; einige wurden sogar zum Priesterberuf geleitet.

Schon ab Juni 1880 und für vier lange Jahre verlor Marie Julie das Gehör, die Sprache, ihre Sehkraft und die Fähigkeit, ihre Gliedmaßen zu bewegen. Obwohl gehörlos und ohne Schulbildung verstand sie die lateinisch gesprochenen Worte des Pfarrers. Obwohl sie stumm war, wurde während ihrer Ekstasen ihre Zunge gelöst. Obwohl blind, hatte sie himmlische Erscheinungen, deren Schönheit sich in ihrem Blick widerspiegelte. Obwohl mit einer Lähmung geschlagen, konnte sie jeden Freitag für eine ganze Stunde ihren Kreuzweg ausüben. Marie Julie, deren Sendung es war, Seelen der Macht des Bösen zu entreißen, mußte die Wut der Höllenmächte über sich ergehen lassen. Wie der hl. Pfarrer von Ars mußte sie zahlreiche und heftige Attacken ertragen. Sie entschlief 91-jährig sanft am 4. März 1941.

Während der Ekstase von 17. Januar 1922 wurde Ihr das Gebet - O Crux Ave – von unserem Herrn offenbart und er fügte hinzu: "Bei diesem Gebet werdet ihr soviel Gnade, soviel Kraft und soviel Liebe verspüren, das ist die Gnade meiner Zärtlichkeit." Die selige Marguerite Marie wurde vom Himmel auserwählt, um die Anbetung des Heiligsten Herzen JESU zu fördern; Marie Julie wiederum um die Verherrlichung des Heiligen Kreuzes zu fördern. Gerade in unsere Zeit müssen wir feststellen daß das Kreuz immer weniger verehrt wird. Mit dem Gebet - O Crux Ave - wollen wir Sühne leisten für die Beleidigungen und Schmähungen, denen das Kreuz Christi in unserer Zeit ausgesetzt ist.

Informationen von:
Alfred Saillant
D-79733 Görwihl

Myrna Nazzour

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Seit 20 Jahren schenkt der Herr durch eine kleine Ikone, die Öl absondert, und durch Myrna, welcher er charismatische Gaben und Botschaften zuteil werde ließ, besonderen Segen. Die Stigmata, die Myrna fünfmal empfing, schenkte der Heiland ihr am Freitag, dem 25. November 1983, die vier weiteren jeweils am Gründonnerstag der Jahre 1984 – 1987 – 1990 – 2001. Dies waren allesamt Jahre, in welchen Katholiken sowie Orthodoxe das Osterfest gemeinsam begingen.

 

 

Adrienne von Speyr (1902-1967)

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Im Leben der Adrienne von Speyr hat ein Einbruch der Gnade stattgefunden, der die Nachwelt in Staunen versetzt. Sie war eine stadtbekannte Ärztin, nacheinander Gattin zweier hoch angesehener Universitätsprofessoren und Charismatikerin! Tagsüber eine vielbeschäftigte Ärztin, nachts in Gebet und Visionen versunken, diktierte sie ihrem Seelenführer, Hans Urs von Balthasar, über 80 Bücher, von denen bis zu ihrem Tod 37 erschienen sind.

Adrienne von Speyr wurde 1902 in La Chaux-de-Fonds geboren, ein unerhört intelligentes Mädchen. Der protestantische Religionsunterricht sagte ihr gar nichts, sie sehnte sich heimlich nach der sakramentalen Beichte und führte unter der Leitung ihres Engels ein innerliches Leben. Während ihres Medizinstudiums an der Universität Basel musste sie es erleben, wie ein Arzt seine Schuld am Tod eines Patienten auf eine Schwester abschob; Adrienne hat seine Vorlesung durch alle Studenten so lange boykottieren lassen, bis jener Dozent den Basler Lehrstuhl aufgeben musste. Sie konvertierte bei Hans Urs von Balthasar(1940). Sie lernte beten, ein wahrer Dammbruch der Gnade setzte ein, sie hatte oft mystischen Kontakt mit der Mutter Gottes und vielen Heiligen, besonders ihrem geistlichen Vater Ignatius; 1942 erhielt sie sogar die Stigmata.

Ihr Seelenführer, Hans Urs von Balthasar, schreibt darüber in seinem Buch «Erster Blick auf Adrienne von Speyr»: «Aber vorher war noch etwas Auffallendes, für Adrienne Erschreckendes geschehen. Vorbereitet wurde es (im Frühjahr 1941, kurze Monate nach der Konversion) durch einen Engel, der nachts an ihr Bett trat und sehr ernst sagte: Nun werde es bald beginnen. Und in den folgenden Nächten wurde ihr ein Jawort abgenommen, das sich auf alles erstrecken sollte, was Gott über sie verfügen könnte. Und es begann die erste jener “Passionen”, die mit der für Adrienne bezeichnenden großen Erfahrung des Karsamstags endeten und sich fortan Jahr für Jahr, auf immer neue Weisen... wiederholten. Ein Jahr später aber, nach den Kartagen, im Juli 1942, erfolgte die äußere Stigmatisation. Für Adrienne war das Ganze ein Anlass tiefer Angst, man könnte etwas davon sehen In späteren Jahren geht, auf ihr flehentliches Bitten hin, die Sichtbarkeit der Wunden zurück, sie erscheinen nur noch zuweilen an Passionstagen, aber oft ist der Schmerz so stark, dass Adrienne es kaum glauben kann, dass ihr zum Beispiel das Blut nicht sichtbar von der Dornenkrone über die Stirn rinnt, weil sie es genau rinnen spürt... Das Schwergewicht all ihrer Leidenserfahrungen liegt auf dem “geistigen” Sinn der Erlösungsereignisse....»

Sie starb am 17. September 1967.

 

Barbara Pfister

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Barbara Pfister wurde am 1. September 1867 in Wattenheim in der Rheinpfalz in eine arme Handwerkerfamilie hineingeboren. Schon als Kind hatte Barbara Visionen aus dem Leben Jesu. Ihr frommes Gemüt unterschied sie schon sehr früh von anderen Kindern. Barbara kniete oft vor dem Tabernakel in der Kirche. Mit knapp 17 Jahren trat sie in das Dominikanerinnenkloster in Speyer ein, um dort zur Volksschullehrerin ausgebildet zu werden. Da Barbara manchmal nach dem Empfang der hl. Kommunion in Ohnmacht fiel und aus der Kirche hinausgetragen werden musste, wurde sie nach einem Vierteljahr wieder aus der Klosterschule entlassen. Die Oberin ahnte zu dieser Zeit noch nicht, dass der Grund für diese scheinbaren Ohnmachtsanfälle Visionen waren. Barbara arbeitete zunächst als Haushaltshilfe in Speyer, um ihre Familie finanziell etwas unterstützen zu können.

Als sie 23 Jahre alt war, traten bei ihr die fünf Wundmale Christi sowie die Abzeichen der Dornenkrone auf. Barbara wollte dies unbedingt geheim halten, was jedoch nur eine Zeitlang gelang. Als die Stigmata bekannt wurden, sah sie sich bösen Anschuldigungen ausgesetzt. Aber polizeiliche und medizinische Untersuchungskommissionen konnte keinen Betrug feststellen, und ihre Seelsorger bestätigten ihr immer wieder die Lauterkeit ihres Charakters.

Die Angriffe und Verleumdungen nahmen zwar zu, aber Barbara ertrug alles in geduldiger Opfergesinnung. Die stellvertretende Sühne für die Fehler anderer war ihr Anliegen. Am jährlichen Fest der Dornenkrönung, das damals in der Diözese Speyer noch gefeiert wurde, musste Barbara besonders viele Schmerzen ertragen. Wenn dann ihr Seelsorger einige Stellen aus der Liturgie des Tages vorlas, erschien dies Barbara als Erleichterung und als tröstliche Musik. An ihrem Grab auf dem Friedhof in Speyer befinden sich viele Zeichen der Dankbarkeit für erlangte Fürbitte bei Gott. Das bischöfliche Ordinariat in Speyer sammelte und ordnete alle Zeugnisse über Barbara Pfister. Aber eine Seligsprechung ist noch nicht in Sicht. Bis dahin darf Barbara Pfister zwar um Fürbitte bei Gott angefleht werden, jedoch nicht als Selige verehrt werden. Am 9. März 1909 holte sie der Herr heim.

 

Franz von Assisi

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"Franz von Assisi" war in seiner Jugend ein ganz normaler junger Mann, der sein Leben genoss und auch genießen konnte, da sein Vater ein sehr reicher Tuchhändler in Assisi war. Aber nach seiner Sturm und Drangzeit - und einer einjährigen Gefangenschaft in der verfeindeten Nachbarstadt Perugia - erkannte er plötzlich sein Lebensziel und wurde ein Nachfolger Christi. Im wörtlichen Sinn: Franziskus verweigerte jeglichen Besitz. Unterhose, Kutte, ein Strick als Gürtel: das war alles, was die sogenannten "Minderbrüder" (so nannte er sich und seine Gefährten) besitzen sollten. Keine Schuhe, keine Bücher, keine Rosenkränze.
Eine Wende im Leben des Franz war dessen Reise nach Palästina (um 1220), wo ihn die Grausamkeit, mit welcher die katholischen Kreuzzüge gegen die "Heiden" geführt wurden, schwer verstörte. Nach seiner Rückkehr litt er, so Adolf Holl in "Der letzte Christ", unter Depressionen. Im September 1224, nach dem vierzigtägigen Herbst-Fasten, erschien Franz "Christus in Gestalt eines gekreuzigten Seraphs mit Flügeln und prägte ihm die Male der Nägel in Hände und Füße und auch die Seitenwunde ein, wie es die Legende erzählt." (Auszug aus der "Fioretti", einer zeitgenössischen Sammlung von Begebenheiten aus dem Leben des Heilgen Franziskus.)

Celano, der kurz nach dem Tod des Franziskus dessen Biographie niederschrieb, geht mehr ins Detail: "Auf einmal begannen an seinen Händen und Füßen die Spuren der Wunden sichtbar zu werden, wie er sie kurz zuvor über sich an dem gekreuzigten Mann gesehen hatte. Hände und Füße schienen in der Mitte von Nägeln durchbohrt. An der Innenfläche der Hände und an der oberen Seite der Füße erschienen die Spuren der Nagelköpfe und auf der anderen Seite die Spitzen. An den inneren Handflächen waren die Male rund, an der Außenseite länglich. Auch wurde eine warzenähnliche Erhöhung sichtbar, wie die gekrümmten, umgebogenen Enden von Nägeln. Ebenso waren den Füßen die Male der Nägel eingeprägt und ragten über das umgebende Fleisch empor. Die rechte Seite seines Körpers war wie mit einem Lanzenstock durchbohrt und wies eine Wunde auf, und öfter floss Blut aus ihr, so dass Kutte und Unterhose mehr als einmal davon blutig wurden."

Verschiedene Berichte aus dieser Zeit betonen die Scheu des Franziskus, seine Wunden zu zeigen - deren Existenz ist im übrigen auch in der kritischen Franziskus-Forschung (so Holl) unbestritten. Am 3. Oktober 1226 stirbt Franz, von Krankheit geschwächt. Seinem Willen folgend legen ihn seine Gefährten nackt auf den Boden der kleinen Kirche Portiuncula, die er 1207 eigenhändig restauriert hatte: Mit zusammengebettelten Steinen.

 

Die Heilige Schwester Faustyna Kowalska

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Auch sie gehört zu den Heiligen, die vom selben Papst, hier: von Johannes Paul II., zuerst seliggesprochen (1993), und nachher heiliggesprochen wurden (2000). Es war ein schlichtes Mädchen – Helena, eine der zehn Kinder in dieser Familie. Es hat für sie keine Chance gegeben, selbst die Grundschule zu beenden: sie hat nur nicht einmal die 3 ersten Klassen der Grundschule durchgemacht. Schon in frühesten Jahren ihrer Kindzeit und dann in ihren jugendlichen Jahren musste sie den Eltern helfen, die große Familie zu unterhalten, so dass sie als Dienstmädchen verdienen musste. Nachdem sie in die Kongregation der Schwestern von der Gottesmutter der Barmherzigkeit eingetreten ist (in 1925) wurde sie in die Reihe der nicht ausgebildeten eingegliedert, und zwar in den sog. ‘zweiten Chor’ dieser Schwestern. Das bedeutete, dass sie faktisch als Dienstmädchen im Kloster getrachtet wurde: zu immer anderen physischen Arbeiten und Beschäftigungen. Wegen ihrer schwachen Gesundheit bedeutete das, dass diese Arbeiten oft ihre Kräfte überstiegen. Ihre nächste Schwesternumgebung war sich zu gleicher Zeit nicht einmal bewusst, wie sehr diese so einfache Nonne von Gott bevorzugt ist.

Auf besondere Fügung Gottes Vorsehung hat sie ihr „Geistiges Tagebuch” hinterlassen, das sie auf Anordnung sowohl Jesu selbst, wie auch ihrer geistigen Führer geschrieben hat (die erste Auflage: Das Tagebuch der Dienerin Gottes Schw. M. Faustyna Kowalska – poln.], Kraków-Stockbridge-Rzym 1981; jetzt auch in Übersetzung in mehrere Sprachen, darunter deutsch: Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska aus der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit, Parvis-Verlag, CH-1648 Hauteville/Schweiz, Januar 1990; Deutsche Übersetzung: Dr. Stanislaw Swidzinski, Im Großen Esch 34, D-4420 Coesfeld-Lette).

Im laufenden Kapitel richten wir unsere Aufmerksamkeit besonders auf das Geheimnis der ‘Leiden' des Erlösers ab seiner Auferstehung. Daher haben wir einige Stigmatiker in der bisherigen Geschichte der Kirche erwähnt. Jeder Stigmatiker stellt eine erstaunliche Widerspiegelung 'Für Jetzt' des Geheimnisses des ‘Leidens’ Jesu Christi ‘Für Heute’ dar. Trotzdem wir unverbrüchlich glauben, dass Jesus als der Verherrlichte keinem irgendwelchen Leiden unterliegen kann, kommen wir doch immer wieder zum Schluss, dass sowohl Jesus, wie auch die ganze Allerheiligste Dreifaltigkeit – auf ihre Gottes Art und Weise, die wir nicht begreifen können, weiter irgendwie ‘Leidet’. Wir stehen hier schlechterdings vor immer anderen Paradoxen des Geheimnisses dessen, Wer und Wie Gott der Dreieinige ist, der zu uns im Gottes Sohn Jesus Christus beständig entgegengeht.

Gerade deswegen möchten wir jetzt in Form von ‘Stichproben’ einiges von den Visionen anführen, die die Hl. Schw. Faustyna Kowalska erlebt und in ihrem Tagebuch aufgezeichnet hat.

  1. 1933. „Eines Males hörte ich in meiner Seele solche Stimme: 'Verrichte eine Novene für das Vaterland. Die Novene wird aus der Allerheiligenlitanei bestehen. Bitte den Beichtvater um Erlaubnis'. Bei der der nächsten Beichte erhielt ich die Erlaubnis und gleich am Abend fing ich die Novene an. Zum Ende der Litanei erblickte ich eine große Helligkeit und in ihr Gott den Vater. Vor dieser Helligkeit – und der Erdesah ich Jesus an das Kreuz angenagelt und so, dass Gott – wollte Er auf die Erde blicken – durch die Wunden Jesu schauen musste. Ich begriff, dass Gott um Jesu willen der Erde den Segen verleiht" (TgF 59f).
  2. Die Wunden, durch die der Himmlische Vater auf die Erde blickt, sind keine nur gemalten Wunden vom Bildchen. Es ist Jesus Christus, der auch jetzt irgendwie weiter leidet: auf eine für uns unbegriffene Art und Weise, die aber außer Zweifel mit seiner Leidens-Unfähigkeit in Einklang gebracht werden kann.
  3. 1937 (?). „Während der Heiligen Stunde verlieh mir der Herr, Sein Leiden zu verkosten. Ich hatte Anteil an der Bitterkeit des Leidens, mit der seine Seele überfüllt war. Jesus gab mir zu erkennen, wie treu die Seele im Gebet zu sein hat, trotz der Peinlichkeiten und Dürre und Versuchungen, denn von solchem Gebet hängt vorwiegend die Verwirklichung manchmal großer Pläne Gottes ab. Falls wir aber in solchem Gebet nicht ausharren, durchkreuzen wir, was Gott durch uns oder in uns vollbringen wollte. Möge jede Seele die folgenden Worte behalten: ‘Und als Er in Angst geriet, betete Er noch inständiger’. Ich verlängere ein solches Gebet immer soweit, wie es in meiner Macht steht und im Einklang mit der Pflicht” (TgF 872).

 

 

Stigmata durch die Jahrhunderte

13. Jahrhundert

HI . Franziskus von Assisi Erster sichtbar Stigmatisierter. Siehe oben Vom selben 13. Jahrhundert könnte noch eine ganze Reihe anderer Stigmatiker aufgezählt werden: der Sel. Dodo von Haske Einsiedler (erhält Stigmata am 30. März 1231), die Hl. Luitgardis von Tongres in Brabant (Stigmata am 16. Juni 1246), die Sel. Helena von Ungarn (Stigmata am 15. November 1270), die Hl. Margareta von Ungarn, Tochter des Königs Bela IV. von Ungarn (Stigmata am 18. Januar 1270), der Sel. Konrad von Ascoli Piceno, Franziskaner, Missionar in Lybien (Stigmata am 19. April 1289), die Hl. Margareta von Cortona, Büßerin – ihr Leib bleibt unverwest erhalten (Stigmata am 22. Februar 1297), die Hl. Mechtildis von Magdeburg (Stigmata am 15. August 1293) usw. (s. die anschauliche kurze Übersicht: „Stigmatisierte ... Selige und Heilige”, in: EWIG 4 [3-4, 1994] 10-11)

14. Jahrhundert

Aus dem 14. Jahrhundert könnten die folgenden, mehr bekannten Stigmatiker erwähnt werden: die Hl. Gertrud die Große, Mystikerin, Herz-Jesu-Verehrerin (Stigmata am 17. November 1302), die Sel. Angela von Foligno, Franziskaner-Terziarin, Mystikerin (Stigmata am 4. Januar 1309), der Hl. Rochus, der Pilger, Patron der Pestkranken (Stigmata am 16. August 1327), die Sel. Klara von Rimini Franziskanerin (Stigmata in 1346), die Hl. Katharina von Siena, die die Rückkehr des Papstes von Avignon zustande gebracht hat (Stigmata: am 29. April 1380).

15. Jahrhundert

In diesem Jahrhundert weckte Gott u.a. die folgenden Stigmatiker: die Sel. Dorothea von Montau – Marienwerder, Nord-Polen, Mutter von 9 Kindern (Stigmata am 25. Juni 1394), die Sel. Juliana von Bologna (Stigmata in 1435), die Hl. Franziska von Rom, die Visionen des Schutzengels erlebte. Sie ist Mutter und Ordensgründerin (Stigmata am 9. März 1440), die Hl. Coletta, Franziskanerin, die fünf Tote zum Leben erweckte (Stigmata am 6. März 1447), die Hl. Rita von Cascia, Witwe, Nonne, Stigma des Dorns (Stigmata am 22. Mai 1456), der Sel. Hugolin von Mantua (Stigmata in 1471), die Sel. Christina von Hamm in Westfalen (Stigmata am 22. Juni 1471), usw.

16. Jahrhundert

Die Reihe mehr bekannter Stigmatiker vom 16. Jahrhundert: die Sel. Magdalena von Trino (Stigmata in 1503), die Hl. Katharina von Genua verheiratet, Krankenpflegerin, Mystikerin (Stigmata am 15. September 1510), der Hl. Johannes von Gott, Krankenpfleger, Gründer der Bonifrater (Stigmata am 8. März 1555), der Sel. Johann Marinon, Kleriker (Stigmata in 1562), die Hl. Theresia von Avila Reformatorin des Karmelordens (Stigmata am 15. Oktober 1582), die Hl. Katharina von Ricci (Stigmata am 1. Februar 1589), der Hl. Johannes vom Kreuz, Karmelit, geistiger Schriftsteller, Mystiker, Kirchenlehrer (Stigmata am 14. Dezember 1591), usw.

17. Jahrhundert

Vom 17. Jahrhundert könnten die folgenden mehr bekannten Stigmatiker erwähnt werden: der Hl. Alfonso Rodriguez Jesuit, Kaufmann, Pförtner (Stigmata am 31. Oktober 1617), die Hl. Maria Magdalena von Pazzi Karmelitin, ihr Leib ist bis heute unversehrt erhalten (Stigmata am 25. Mai 1607), die Sel. Maria von der Menschwerdung aus Paris, Mutter von 6 Kindern, dann Karmelitin (Stigmata am 18. April 1618), der Hl. Fidelis von Sigmaringen Kapuziner, Märtyrer in Seewis, Schweiz (Stigmata am 24. April 1622), die Hl. Margaretha Maria Alacoque Visitantin in Paray-Le-Monial (Stigmata am 16. Oktober 1690), und viele anderen.

18. Jahrhundert

In diesem Jahrhundert sind Erinnerungen besonders an die folgenden Stigmatiker erhalten: die Sel. Maria von den Engeln, Karmelitin in Turin (Stigmata in 1717), die Hl. Veronika Giuliani Kapuzinerin (Stigmata in 1717), der Sel. Angelus von Acri Kapuziner (Stigmata in 1739), der Sel. Gerhard Majella, Schneider, Redemptorist, Wundertäter bei Neapel (Stigmata am 16. Oktober 1755), die Hl. Maria Franziska von den Fünf Wunden geboren bei Neapel (Stigmata am 6. Oktober 1791).

19. Jahrhundert

Von diesem Jahrhundert sollten besonders die folgenden Stigmatiker erwähnt werden: die Sel. Anna Maria Taigi aus Rom, Mutter, Prophetin. Ihr Leib ist unverwest erhalten (Stigmata am 9. Juni 1837), die Sel. Mirjam von Abellin aus Palästina, Karmelitin, Wundertäterin aus Betlehem (Stigmata am 26. August 1878), die Hl. Gemma Galgani aus Lucca in Italien, Sühneopfer für die Sünden (Stigmata am 11. April 1903).

20. Jahrhundert

Der Hl. Padre Pio (siehe oben), Marthe Robin (siehe oben), Therese Neumann von Konnersreuth (siehe oben).

 

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