Korinther 5,17-21: Über die Versöhnung mit Gott
"Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute. ... Laßt euch mit Gott versöhnen! Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.
Vorbemerkungen
Wenn manche Leute das Wort "Ablass" hören, verweisen sie gerne auf das "Mittelalter". Jedoch hat der Ablaß auch heute noch seinen tiefen Sinn und seine große Bedeutung für jeden Einzelnen, ja er ist sogar ein Akt größter Nächstenliebe!
Die Ablaßlehre und die Ablaßpraxis sind eng mit den Auswirkungen des Bußsakraments verbunden. In seiner Bulle "Incarnationis mysterium" (IM) erklärt Papst Johannes-Paul II das so: "Außerdem zieht jede Sünde, selbst eine geringfügige, eine schädliche Bindung an die Geschöpfe nach sich, was der Läuterung bedarf, sei es hier auf Erden, sei es nach dem Tod im sog. Fegefeuer (Purgatorium). Diese Läuterung befreit von dem, was man zeitliche Sündenstrafe nennt, eine Sühne, durch die getilgt wird, was der vollen Gemeinschaft mit Gott und mit den Brüdern im Wege steht." (IM,10).
"Die eingetretene Versöhnung mit Gott schließt nämlich nicht aus, daß gewisse Folgen der Sünde zurückgeblieben sind, von denen man geläutert werden muß... Mit dem Ablaß wird dem reuigen Sünder die zeitliche Strafe für Sünden erlassen, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind." (IM,9). Wer also einen vollkommenen Ablaß erlangt, ist demnach bereit, unmittelbar in den Himmel einzutreten, ohne durch das Purgatorium zu gehen. Wird dieser Ablaß einer Seele im Fegefeuer zugewendet, so wird sie augenblicklich von ihren Strafen befreit.
Quelle: (St. Josephs-Brief v. 26. Juli 1999)
D.h.: Wenn man also einen Ablaß für seinen Nächsten (z.B. im Fegefeuer) "aufopfert", ist das ein Akt größter Nächstenliebe!
Was ist ein Ablaß?
Unter Ablaß versteht man die außersakramentale, vor Gott gültige Nachlassung der zeitlichen Strafe für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind.
Wenn wir sündigen, erfüllen wir nicht den Willen Gottes und beleidigen Ihm, weil wir unsere Wünsche, Ansichten und Anliegen den Seinen vorziehen und ihnen zuwiderhandeln. Wenn wir unsere Schuld einsehen, eingestehen und in der hl. Beichte Gott um Verzeihung bitten, offenbart sich Seine Liebe zu uns darin, daß Er uns verzeiht. Die sakramentale Lossprechung bewirkt, daß die Sündenschuld vollständig getilgt wird und wir als Seine geliebten Kinder wieder ganz mit dem Licht Seiner Gnade beschenkt werden. Die eingetretene Versöhnung mit Gott schließt aber nicht aus, daß gewisse Folgen der Sünde zurückbleiben, von denen man geläutert werden muß und für die wir Genugtuung leisten müssen.
Folgendes Beispiel möge uns helfen, dies besser zu verstehen. Ein kleiner Junge spielt im Garten und wurde aufmerksam gemacht vorsichtig zu sein, um das Blumenbeet des Nachbarn nicht zu zerstören. Der Junge hört nicht und wird geschimpft. Er trotzt, weil er seinen Willen nicht durchsetzen kann, und in der Wut wirft er einen Stein gegen die Hauswand des Nachbarn. Unglücklicherweise trifft er das Fenster; es klirrt. Die Mutter ist empört über ihren Jungen. Laute Worte und Kindergeschrei wechseln sich ab. Da kommt auch schon der Nachbar und schaut sich die Bescherung an: niedergetrampelte Blumen und eine kaputte Fensterscheibe. Doch wider allen Erwartens nimmt der Nachbar den noch weinenden Buben, den er sehr mag, auf den Arm, drückt ihn fest an sich und verzeiht ihm. Es wird wieder ruhig im Hof und die Augen des Kleinen leuchten wieder. Friede ist eingekehrt. Der Junge darf aber noch nicht weiterspielen. Er muß dem Nachbarn helfen, die Blumen, soweit sie noch zu verwenden sind, wieder einzusetzen, dann geht es mit Besen und Schaufel daran, die Glasscherben zusammenzukehren, und er muß seinem Vater für einige Zeit etwas vom Taschengeld geben, weil der Vater die Fensterscheibe des Nachbarn bezahlen und ersetzen muß. Diese einfache Geschichte aus dem alltäglichen Leben zeigt uns die Schuld des Jungen, die aus seinem Eigenwillen und dem fehlenden Gehorsam entsprungen ist, und die Güte und Liebe des Nachbarn, der ihm verzeiht, was er schlecht gemacht hat. Wir sehen aber auch, daß nach der Verzeihung noch eine Arbeit zu leisten und Geld zu bezahlen ist, um das niedergetrampelte Blumenbeet wiederherzustellen und die Fensterscheibe zu ersetzen.
In unserem Verhältnis zu Gott ist es ähnlich. Beim Bußsakrament wird uns das Schlechte, das wir getan haben verziehen. Damit ist aber noch nicht alles getan. Es muß eine Wiedergutmachung Gott gegenüber geleistet werden. Dies können wir tun, indem wir Gott unsere Liebe bekunden.
Der hl. Petrus verleugnete dreimal den Herrn er bezeugte aber auch dreimal seine Liebe und machte seine Verleugnung wieder gut (vgl. Lk 22,54-62 und Joh 21, 15-19).
Außerdem können wir die Genugtuung für unsere Sünden durch Gebet, Opfer und Werke der Nächstenliebe leisten.
Die Genugtuung, die wir Gott leisten müssen, entspricht in der einfachen Geschichte der Wiederherstellung des Blumenbeetes und der Bezahlung der Fensterscheibe. Wir unterscheiden deshalb die Sündenschuld von der Sündenstrafe, die wir abbüßen müssen. Schwere Sünden haben als Folge eine ewige Sündenstrafe (Verdammung), die bei der sakramentalen Lossprechung getilgt wird; es können aber noch zeitliche Sündenstrafen fortbestehen. Die läßlichen Sünden ziehen eine zeitliche Sündenstrafe nach sich.
Gottes Liebe ist unermeßlich groß und so kommt uns Gott nicht nur in der Verzeihung unserer Sünden entgegen, wie wir es z. B. im Gleichnis vom verlorenen Sohn sehen können - der Vater lief dem Sohn entgegen, umarmte und verzieh ihm - sondern Er ist uns auch gnädig in der Abbüßung der Strafe.
Beim Ablaß wird uns durch die Genugtuungen Christiund der Heiligen die Nachlassung der Sündenstrafe geschenkt. Durch ein geheimnisvolles Band sind wir Christen in der Kirche mit Christus und untereinander verbunden. Durch diese übernatürliche Einheit des mystischen Leibes Christus kommt es zwischen den Gläubigen zu einem wunderbaren Austausch geistlicher Güter, durch welche die Heiligkeit der einen den anderen zugute kommt. Christus, Seine heiligste Mutter und die vielen bekannten und unbekannten Heiligen haben geradezu
ein Übermaß an Liebe, an ertragenem Leid, an Reinheit und Wahrheit zurückgelassen, das die anderen einbezieht und aufrichtet. Alle guten Werke der Heiligen, ihre Verdienste und Genugtuungen bilden den Gnadenschatz der Kirche, aus dem wir durch die Wirklichkeit der ,,Stellvertreterschaft" reichlich beschenkt werden. Die Tilgung der
zeitlichen Sündenstrafe durch die Ablässe erhalten wir aus dem Gnadenschatz der Kirche. Ein vollkommener Ablaß tilgt die gesamte Sündenstrafe, ein Teilablaß tilgt teilweise die noch abzubüßende Sündenstrafe.
Den Ablaß können wir durch die Erfüllung folgender Bedingungen erlangen:
- sakramentale Beichte (es genügt eine für mehrere vollkommene Ablässe)
- eucharistische Kommunion (am Tag, an dem der Ablaß gewonnen wird)
- Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (z. B. Vaterunser; Ave Maria und Ehre sei dem Vater)
- diese Voraussetzungen müssen immer erfüllt sein, ohne sie kann niemals ein Ablass gewonnen werden
- Der vollkommene Ablaß kann nur einmal am Tag gewonnen werden.
- Er kann den Armen Seelen im Fegfeuer oder sich selbst, nicht aber anderen lebenden Personen zugewendet werden.
- Der Ablaß kann auch durch einen Besuch von angemessener Zeit bei den Brüdern und Schwestern, die sich in Not befinden (Kranke, Gefangene, einsame, alte Menschen, Behinderte usw.) gewonnen werden.
Einen Ablaß kann man auch durch Unternehmungen erlangen, welche die Bußgesinnung konkret und hochherzig in die Tat umsetzt. Sie bestehen unter anderem darin, dass die Gläubigen
- sich wenigstens einen Tag lang überflüssigen Konsums enthalten (z. B. nicht rauchen, keine
alkoholischen Getränke zu sich nehmen, fasten oder Enthaltsamkeit üben) und eine angemessene Geldsumme den Armen zuwenden; dass sie mit einem ansehnlichen Beitrag Werke religiösen oder sozialen Charakters unterstützen (besonders zu Gunsten verwahrloster Kinder, in Schwierigkeiten geratener Jugendlicher; bedürftiger alter Menschen und Fremder in den verschiedenen Ländern auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen); - dass sie einen angemessenen Teil ihrer Freizeit Tätigkeiten widmen, die der Gemeinschaft zugute kommen, oder daß sie andere ähnliche Formen persönlichen Opfers auf sich nehmen.
Die klausurierten Ordensleute, die Kranken und alle, die nicht imstande sind, ihre Wohnung zu verlassen, können statt des Besuches einer Kirche die Kapelle ihres Hauses aufsuchen; sollte auch das nicht möglich sein, können sie den Ablaß dadurch erlangen, daß sie sich geistig mit denen verbinden, die das vorgeschriebene Werk in ordentlicher Weise erfüllen, und daß sie Gott ihre Gebete, Leiden und Entbehrungen aufopfern.
Öffnen wir unsere Herzen, um die Gnaden, die Gott uns besonders jetzt durch den Ablaß schenken möchte, reichlich zu empfangen.
Pater Lukas Willy, Weihbischof und Dompropst V. Guggenberger, Regensburg, sagte in Mindelstetten 1999 zum Ablaß:
Viele wissen gar nicht mehr, was Ablaß ist. Sie hören davon vielleicht noch im Zusammenhang mit dem päpstlichen Segen, mit dem Portiunkula-Ablaß oder dem Allerseelenablaß.
Natürlich ist der Ablaß nicht so wichtig wie das Bußsakrament, aber trotzdem ist er nicht ohne Bedeutung und nicht ohne Wert. Voraussetzung für den Empfang des vollkommenen Ablasses ist, daß jemand von Sünden frei ist und daß er nicht bloß die schweren Sünden meiden will, sondern auch die läßlichen und daß er auch von den Schäden frei werden möchte, die nach der Vergebung der Sünden noch bleiben.
Ein Motiv zur Gewinnung des Ablasses könnte der Gedanke sein, daß niemand in die Anschauung Gottes eingehen kann, der nicht von allen Sünden und Sündenstrafen frei ist. Wenn jemand in diesem irdischen Leben davon nicht frei wird, muß er nach dem Tod im Fegefeuer geläutert werden. Es ist also eine gesunde Selbstliebe, die durch den Ablaß von den Sündenstrafen frei werden möchte; es ist aber auch ein Ausdruck der Liebe zu Gott, weil Christus den Nachlaß der Sünden und Strafen so teuer erkauft hat, und es ist ein Ausdruck der Nächstenliebe, weil wir den Ablaß auch den Armen Seelen zuwenden und ihnen damit Hilfe leisten können.
Für Anna Schäffer war diese Wahrheit eine wichtige Realität. Sie wußte, daß sie durch ihr Gebet und Opfer, durch ihr Sühnen und Leiden in Verbindung mit Christus vielen zum Heil helfen konnte. Anna Schäffer ist uns also eine Einladung, daß wir uns nicht mit dem Minimum begnügen und so Minimalisten werden, sondern daß wir die Ähnlichkeit mit Christus und mit den Heiligen im Blick haben, und zwar aus Liebe zu Gott, aus Liebe zum Nächsten und aus recht verstandener Liebe zu uns selbst.
Täglicher Ablassgewinn
Man kann täglich den Ablaß gewinnen, wenn nach Beichte, Eucharistie und Gebeten (Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du.., Ehre sei..., zus. Vater unser für den Papst) die heilige Messe mitgefeiert und würdig kommuniziert wird. Machen Sie davon regen Gebrauch und lassen Sie den Ablass auch den verstorbenen Verwandten, Bekannten, Feinden, den Armen Seelen im Fegefeuer zukommen, etc.!
Tobias 12,9: Über Almosen und Barmherzigkeit
Almosen rettet vom Tod und reinigt von jeder Sünde; wer Barmherzigkeit übt und Gutes tut, wird mit Leben erfüllt werden.
Jährliche Anlässe zur Ablassgewinnung
Ablaß am Gründonnerstag
Wer die beiden letzten Strophen des Hymnus "Pange lingua" (Gotteslob Nr. 544, 5. und 6. Strophe) nach der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag bei der Übertragung des Allerheiligsten Altarssakramentes zum Aufbewahrungsort "andächtig betet, (dem) wird ... ein vollkommener Ablaß gewährt." (vgl. Handbuch der Ablässe Nr. 59, S. 59)
Karfreitagsablaß
Wer "die Liturgie des Karfreitags andächtig mitfeiert und dabei an der feierlichen Kreuzverehrung teilnimmt, (dem) wird ein vollkommener Ablaß gewährt"
"Urbi et Orbi" - vollkommener Ablaß am Ostersonntag
Der Hl. Vater erteilt den Segen "Urbi et Orbi": "Ein vollkommener Ablaß wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der ... den vom Papst gespendeten Segen "Urbi et Orbi" ... empfängt; dies gilt auch, wenn der Gläubige über Rundfunk oder Fernsehen in frommer Gesinnung an der Segensspendung teilnimmt."
Verschiedene Gelegenheiten zur Erlangung eines vollkommenen Ablasses
- Weltgebetstag für geistliche Berufe
- Pfingsten
- Heiligstes Herz Jesu
- Portiunkulaablaß
- 1. Oktober: Rosenkranzmonat
- 1. November: Ablaßgewinnung zu Allerheiligen und AllerseelenChristkönigssonntag
- 29. November: Beginn der Novene zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau undGottesmutter Maria, Teilablaß
- 25. Dezember: Weihnachten, Segen "Urbi et Orbi"
- 31. Dezember: Silvester
Der Allerseelen-Ablass
Von Allerheiligen, 1. November, bis 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablaß für die Verstorbenen gewonnen werden.
Bedingungen
- 1. Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters.
- 2 a) Am Allerseelentag (auch am 1. Nov. ab 12 Uhr): Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, Vaterunser und Glaubensbekenntnis (in Hauskapellen können nur die zum Haus Gehörenden - Schwestern, Bewohner, Angestellte - den Ablaß gewinnen).
2 b) Vom 1. bis zum 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen. - Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablaß für die Verstorbenen. Ein solcher kann in diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.
(Haben Sie ein Herz und machen von diesem Ablaß regen Gebrauch! Lassen Sie diese gnadenreiche Zeit nicht unnütz verstreichen!)
Vollkommener Ablass in der Sterbestunde
Papst Pius X., der Heilige, hat durch Dekret vom 9. März 1904 allen Gläubigen einen vollkommenen Ablaß für die Sterbestunde gewährt, wenn sie einmal während ihres Lebens an einem beliebigen Tag nach aufrichtiger Reue, würdiger Beichte und Kommunion mit wahrer Liebe zu Gott folgendes Gebet verrichten:
Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich jede Art des Todes, wie es Dir gefallen wird, mit allen ihren Ängsten, Leiden und Schmerzen von Deiner Hand mit voller Ergebung und Bereitwilligkeit an.
Ablassgebete
Komm Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deienr Liebe. Sende aus Deinen Geist, und alles wird neu geschaffen, und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern!
Himmlischer Vater! Nimm unsere Huldigung des Unbefleckten Herzens Mariens zu Deiner größeren Ehre gnädig an. Blicke dafür voll Mitleid auf jene, die aus Unverstand oder Bosheit die ewige Reinheit und die Gnadenvorzüge unserer himmlischen Mutter schmähen und Dich beleidigen. Erleuchte sie und zeige Dich ihnen und uns als König der Barmherzigkeit. Amen.
Gebet der hl. Gertrud von Helfta
Der Herr sagte der heiligen Gertrud, dass das folgende Gebet, jedesmal, wenn es gesprochen wird, tausend Seelen aus dem Fegfeuer befreit. Dieses Gebet wurde erweitert, um die lebenden Sünder einzuschließen und um entstandene Schulden schon zu Lebzeiten zu mindern:
Ewiger Vater, ich opfere dir das höchst Kostbare Blut Deines göttlichen Sohnes Jesus auf, zusammen mit allen heiligen Messen, die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden, für alle Armen Seelen im Fegfeuer, für alle Sünder überall, für alle Sünder in der Weltkirche und diejenigen in meinem Hause und in meiner Familie. Amen.
(Genehmigt und empfohlen, gez.: M. Kardinal Pahiarca, Lissabon, Portugal, den 4. März 1936)
Verheißung der Mutter Gottes, gegeben im Ohlauer Sanktuarium, der Königin des Friedens
am Fest der Unbefleckten Empfängnis der Heiligsten Jungfrau Maria, geoffenbart der im Verborgenen lebenden Seherin Anna in der Botschaft vom 8. Dezember 1997:
"Für jedes andächtige aus offenem Herzen kommende Stoßgebet: "O Maria, Mutter Gottes, Miterlöserin der ganzen Menschheit, bitte für uns" erlöst mein Sohn tausend Seelen aus dem Fegefeuer.
Das goldene Vater unser
Wer dieses goldene Vater unser in der Karwoche alle Tage dreimal betet, dem wird Gott seine Seele retten und 77 Seelen aus der Pein der Läuterungen befreien. (Imprimatur)
Als Jesus von seiner Mutter ging
und die große heilige Woch anfing
da hatte Maria viel Herzeleid
und sie fragte den Sohn mit Traurigkeit:
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Palmsonntag sein?
Am hl. Palmsonntag werd ich ein König sein,
da wird man mir Kleider und Palmen streun.
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Montag sein?
Am hl. Montag bin ich ein trauriger Wandersmann,
der nirgends ein Obdach finden kann!
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Dienstag sein?
Am hl. Dienstag bin ich der Welt ein Prophet,
verkünde wie Himmel und Erde vergeht.
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Mittwoch sein?
Am hl. Mittwoch bin ich gar arm und gering,
verkauft um 30 Silberling.
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Donnerstag sein?
Am hl. Donnerstag bin ich im Speisesaal,
das Opferlamm beim Abendmahl.
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Karfreitag sein?
Ach liebste Mutter mein,
könnt Dir der hl. Karfreitag verborgen sein?
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Karsamstag sein?
Am hl. Karsamstag bin ich ein Weizenkorn,
das in der Erde wird neu geborn.
Ach Sohn Du lb. Jesu mein,
was wirst Du am hl. Ostertag sein?
Am Sonntag freu Dich o Mutter mein,
da werd ich vom Tod erstanden sein,
dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand,
dann siehst Du mich wieder im Glorienstand. Amen.
Gott grüße dich, Maria
dieses Gebet wird 3x gebetet. Ablaß von 3000 Jahren, der den Armen Seelen zugewendet werden kann.
Aus einem sehr alten Gebetbuch entnommen.
Gott grüße Dich Maria! Gott grüße Dich Maria! Gott grüße Dich Maria! O Maria, ich grüße Dich 33-tausendmal, wie Dich der hl. Erzengel Gabriel gegrüßt hat. Es erfreut Dich in Deinem Herzen und mich in meinem Herzen, daß der hl. Erzengel zu Dir den himmlischen Gruß gebracht hat.
Ave Maria, Ehre Sei dem Vater.
Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes
Dem Christgläubigen der das Allerheiligste Altarsakrament zur Anbetung besucht wird ein Teilablass gewährt. Dauert diese Anbetung wenigstens eine halbe Stunde so wird ein Vollablass gewährt.
Seele Christi, heilige mich
(Teilablass)
"Seele Christi, heilige mich. Leib Christi, rette mich. Blut Christi, tränke mich. Wasser der Seite Christi, wasche mich. Leiden Christi, stärke mich. O guter Jesus, erhöre mich. Birg in Deinen Wunden mich. Von Dir lass nimmer scheiden mich. Vor dem bösen Feind beschütze mich. In meiner Todesstunde rufe mich, zu Dir kommen heiße mich mit Deinen Heiligen zu loben Dich in Deinem Reiche ewiglich. Amen."
Päpstlicher Segen
Einen Vollablass wird dem Christgläubigen gewährt, der entweder den vom Papst gespendeten Segen "Urbi et Orbi" oder den vom Bischof an die Gläubigen seines Bistums erteilten Segen in frommer Gesinnung empfängt, sei es unmittelbar oder per Radio/Fernsehen.
Besuch eines Friedhofes
Dem Christgläubigen, der in frommer Gesinnung einen Friedhof besucht und dabei im Geiste für die Verstorbenen betet wird ein Teilablass (für die läuterungsbedürftigen Seelen im Fegefeuer) gewährt. In der Zeit vom 1.-8. November kann dieser, für die Seelen im Fegefeuer, sogar einen Vollablass gewinnen.
Glaubensbekenntnis
"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen."
Ein Teilablass wird dem Christgläubigen gewährt, der entweder das Apostolische Glaubensbekenntnis oder das Große Glaubensbekenntnis andächtig betet.
Geistliche Kommunion
Jeder fromme Akt der geistl. Kommunion eines Christgläubigen wird mit einem Teilablass beschenkt.
Kreuzverehrung
Dem Christgläubigen, der die Liturgie des Karfreitags andächtig mitfeiert und dabei an der feierlichen Kreuzverehrung teilnimmt, erhält einen Vollablass.
Christliche Glaubenslehre
Dem Christgläubigen, der sich um Aneignung und Weitergabe der christlichen Glaubenslehre bemüht, wird ein Teilablass gewährt.
Herr, allmächtiger Gott
"Herr, allmächtiger Gott, Du hast uns diesen neuen Tag geschenkt. Bewahre uns an ihm vor Unheil und Sünde und lenke unsere Gedanken, Worte und Werke, dass wir stets Deinen Willen tun. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen." (Teilablass)
Siehe, o guter und lieber Jesus
"Siehe, o guter und lieber Jesus, vor Deinem Angesicht werfe ich mich auf die Knie nieder und bitte Dich, aus tiefer Seele flehend: Präge meinem Herzen ein den lebendigen Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, eine wahre Reue über meine Sünden und den festen Willen, mich zu bessern. Mit innigem Mitleid und tiefem Schmerz schaue ich auf Deine fünf Wunden und erwäge dabei, was der Prophet David von Dir, o guter, Jesus, geweissagt hat: "Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt; sie haben alle meine Gebeine gezählt."
Dem Christgläubigen, der dieses Gebet nach dem Empfang der Hl. Kommunion, vor dem Bild des Gekreuzigten andächtig betet erhält einen Teilablaß. Wenn er dieses Gebet an jedem Freitag der österlichen Bußzeit andächtig betet, so gewinnt er einen Vollablass.
Erhöre uns, Herr
"Erhöre uns, Herr, Heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, und sende gnädig Deinen Engel vorn Himmel, dass er alle, die in diesem Hause weilen, schütze, hüte, schirme, heimsuche und verteidige. Durch Christus, unseren Herrn. Amen." (Teilablass)
Exerzitien
Ein Vollablass wird dem Christgläubigen gewährt, der an Exerzitien (geistlichen Übungen) an wenigstens drei Tagen teilnimmt.
Liebreicher Jesus
(V) "Liebreicher Jesus, dessen übergroße Liebe zu uns Menschen mit soviel Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Verachtung und Undank vergolten wird, siehe, wir werfen uns hier vor Deinem Altar nieder, um die frevelhafte Kälte der Menschen und das Unrecht, das sie Deinem liebevollsten Herzen allenthalben zufügen, durch einen besonderen Ehrenerweis wieder gut zu machen.
(A) Eingedenk jedoch, dass auch wir an diesem Unrecht nicht unbeteiligt waren, und durchdrungen von tiefem Reueschmerz, erflehen wir vor allem Deine Barmherzigkeit für uns selber.
(V) Wir sind bereit, nicht nur unsere eigenen Sünden durch freiwillige Buße zu sühnen, sondern auch die Sünden jener, die weit vom Wege des Heiles abirrten, die, in Unglauben verstockt, Dir als Hirt und Führer nicht folgen wollen, oder ihre Taufgelübde treulos missachten und das süße Joch Deines Gesetzes zu tragen sich weigern.
(A) Wir nehmen uns fest vor, alle diese beklagenswerten Vergehen zu sühnen.
(V) Insbesondere aber wollen wir gut machen: alle Unehrbarkeit und Unsittlichkeit im Leben und Treiben, wodurch so viele unschuldige Seelen ins Verderben gezogen werden, die Entheiligung der Sonn- und Feiertage, die schimpflichen Schmähungen gegen Dich und Deine Heiligen, die Beschimpfungen Deines Stellvertreters und des Priesterstandes, ferner die Entweihung des Sakramentes Deiner göttlichen Liebe durch Nachlässigkeit oder schändliche Sakrilegien, endlich die öffentlichen Vergehen der Völker, die sich den Rechten und Lehren der von Dir gestifteten Kirche widersetzen. Könnten wir doch diese Sünden mit unserem Blute tilgen! Um indes für die Verletzung der Ehre Gottes einigermaßen Ersatz zu leisten, bieten wir Dir jene Genugtung an, die Du selber einst am Kreuze dem Vater dargebracht hast und noch täglich auf den Altären erneuerst, in Vereinigung mit der Genugtuung Deiner jungfräulichen Mutter, aller lieben Heiligen und frommen Christgläubigen.
(A) Ernstlich geloben wir, die Sünden, die wir und andere begangen haben, sowie die Vernachlässigung Deiner großen Liebe wieder gut zu machen durch Festigkeit im Glauben, Reinheit im Lebenswandel und vollkommene Beobachtung des Gesetzes Deines Evangeliums, besonders des Gebotes der Liebe, soviel wir mit dem Beistand Deiner Gnade vermögen.
(V) Auch wollen wir uns nach Kräften bemühen, in Zukunft alle Beleidigungen von Dir fern zu halten und möglichst viele Menschen zu Deiner Nachfolge zu bewegen.
(A) Wir bitten Dich, o gütigster Jesus, Du wollest durch die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria diese unsere freiwillige Huldigung und Sühne wohlgefällig aufnehmen. Bewahre uns durch die große Gnade der Beharrlichkeit in der treuen Hingabe an Deinen Dienst, bis wir endlich alle zu jenem Vaterlande gelangen, wo Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschest, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.??††½? Amen."
Ein Teilablass wird dem Christgläubigen gewährt, der dieses Gebet andächtig betet. Wer es gemeinsam öffentlich am Herz-Jesu-Fest betet erhält einen Vollablass.
O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechts
(Gebet zur Weihe der Menschheit an Jesus Christus, den König)
(V) "O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechts, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor Deinem Altar knien. Dein sind wir, Dein wollen wir bleiben. Damit wir aber noch inniger mit Dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. Viele haben Dich leider niemals erkannt. Viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen.
(A) Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz.
(V) Sei Du, o Herr, König nicht nur der Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sondern auch der verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben.
(A) Gib, dass sie bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.
(V) Sei Du König auch über die, welche durch Irrtum getäuscht oder durch Spaltung von Dir getrennt sind.
(A) Rufe sie zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, auf dass bald eine Herde und ein Hirt werde.
(V) Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit. Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, dass von einem Ende der Erde bis zum andern der gleiche Ruf erschalle:
(A) Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil gekommen ist. Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen."
Dem Christgläubigen, der dieses Weihegebet andächtig betet, erhält einen Teilablass. Einen Vollablass erhält derjenige, der es gemeinsam öffentlich am Christkönigsfest betet.
Litaneien
Mit einem Teilablass bedacht sind einige Litaneien wie z.B.: Litanei om Heiligsten Namen Jesu, Litanei vom Heiligsten Herzen Jesu, Litanei vom Kostbarsten Blut unseres Herrn Jesus Christus, Lauretanische Litanei, Litanei vom heiligen Josef und die Allerheiligen Litanei.
In der Todesstunde
Ist kein Priester vorhanden, der dem Sterbenden die Sakramente spenden kann und den, mit dem Apostolischen Segen verbundenen, Vollablass erteilen kann, so gewährt die Kirche dem Gläubigen einen Vollablass auch, wenn dieser in seinem ganzen Leben nur wenige Gebetsübungen verrichtet hatte. Diese wenigen Gebetsübungen ersetzen nur in diesem Fall, die für einen Vollablass notwendigen drei Bedingungen. Man reiche zur Gewinnung dieses speziellen Vollablasses den Sterbenden ein Kreuz/Kruzifix.
Magnificat
"Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat Er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter! Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und Sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die Ihn fürchten. Er vollbringt mit Seinem Arm machtvolle Taten; Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt Er mit Seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich Seines Knechtes Israel an und denkt an Sein Erbarmen, das Er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen." (Teilablass)
Novenen
Christgläubigen, die an einer öffentlich abgehaltenen Gebetsnovene zur Vorbereitung auf Weihnachten, Pfingsten, oder das Fest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria teilnehmen, erhalten einen Teilablass.
Gebrauch von Andachtsgegenständen
Ein Teilablass wird jenem gewährt, der einen von einem Priester oder Diakon rechtmäßig geweihten Andachtsgegenstand in frommer Gesinnung benutzt. Ist aber dieser Gegenstand vom Papst oder einem Bischof geweiht worden, kann am Festtag der Apostel Petrus und Paulus mit dem Gebet des Glaubensbekenntnis ein Vollablass gewonnen werden.
Hören der Predigt
Ein Teilablass erhält der Christgläubige, der der Verkündigung des Wort Gottes aufmerksam und andächtig beiwohnt. Ein Vollablass erhält jener, der an Veranstaltungen im Rahmen einer allgemeinen Mission, sowie an deren feierlichem Schlussgottesdienst teilnimmt.
Erstkommunion
Den Erstkommunikanten wird ein Vollablass gewährt. Auch diejenigen die an einer Feier der Erstkommunion andächtig teinehmen erhalten einen Vollablass.
Primizmesse
Einen Vollablass gewinnt der Priester, sowie die Gläubigen, die an dieser Primizmesse teilnehmen.
Der Rosenkranz
Der Rosenkranz ist mit einem Vollablass versehen, wenn dieser in einer Kirche, öffentlichen Kapelle, in der Familie, Ordensgemeinschaft oder in einer frommen Vereinigung gebetet wird. In anderen Fällen gewinnt man einen Teilablass. Für das Beten des Rosenkranzes gilt: Es reichen fünf "Geheimnisse" und neben dem mündlichen Gebet muß auch eine Betrachtung der "Geheimnisse" geschehen.
Die Schriftlesung
Der Christgläubige, der die Heilige Schrift mit gebührender Ehrfurcht und dem Bemühen um geistlichen Gewinn liest, erhält einen Teilablass. Dauert diese geistliche Lesung wenigstens eine halbe Stunde an, so gewinnt man einen Vollablass.
Heiligenverehrung
Ein Teilablass wird dem Christgläubigen gewährt, welcher am Festtag eines Heiligen eine entsprechende Oration aus dem Messbuch oder ein anderes kirchlich approbiertes Gebet zu Ehren dieses Heiligen betet.
Kreuzzeichen
Dem Christgläubigen, der in frommer Gesinnung sich mit dem Kreuzzeichen bezeichnet und dabei spricht: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen." erlangt einen Teilablass.
Salve Regina
"Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüßt! Zu Dir rufen wir, verbannte Kinder Evas, zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht Deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria." (Teilablass)
Kreuzweg
Ein Vollablass wird jenem Christgläubigen gewährt, der die Kreuzwegandacht verrichtet. Die Kreuzwegandacht muss an den dafür vorgesehenen Kreuzwegstationen verrichtet werden. Im Vordergrund der Kreuzwegandacht steht das Gedächnis des Leidens Jesu. Gläubige, denen der Vollzug der Kreuzwegandacht (das Abschreiten der 14 Kreuzwegstationen) unmöglich ist, erhalten denselben Ablass, wenn sie in geistlicher Lesung und Betrachtung des Leidens Jesu gedenken (wenigstens eine Viertel Stunde).
Gott ist nah in diesem Zeichen
Ein Teilablass wird jenem Christgläubigen gewährt, welcher dieses Gebet andächtig betet. Bei Verrichtung nach der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag oder in der Liturgie des Fronleichnamsfest erhält man einen Vollablass.
"Gott ist nah in diesem Zeichen: Knieet hin und betet an. Das Gesetz der Furcht muss weichen, da der neue Bund begann; Mahl der Liebe ohnegleichen: nehmt im Glauben teil daran. Gott dem Vater und dem Sohne singe Lob, du Christenheit; auch dem Geist auf gleichem Throne sei der Lobgesang geweiht. Bringet Gott im Jubeltone Ehre, Ruhm und Herrlichkeit. Amen.
(V) Brot vom Himmel hast Du ihnen gegeben.
(A) Das alle Erquickung in sich birgt.
(V) Lasset uns beten. Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altares hast Du uns das Gedächtnis Deines Leidens hinterlassen. Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
(A) Amen."
Dich, Gott, loben wir
"Dich, Gott, loben wir, Dich, Herr, preisen wir. Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund. Dir rufen die Engel alle, Dir Himmel und Mächte insgesamt, die Kerubim Dir und die Serafim, mit niemals endender Stimme zu: Heilig, heilig, heilig der Herr, der Gott der Scharen! Voll sind Himmel und Erde von Deiner hohen Herrlichkeit. Dich preist der glorreiche Chor der Apostel; Dich der Propheten lobwürdige Zahl; Dich der Märtyrer leuchtendes Heer; Dich preist über das Erdenrund die heilige Kirche; Dich, den Vater unermessbarer Majestät; Deinen wahren und einzigen Sohn; und den Heiligen Fürsprecher Geist. Du König der Herrlichkeit, Christus. Du bist des Vaters allewiger Sohn. Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht, bist Mensch geworden, den Menschen zu befreien. Du hast bezwungen des Todes Stachel und denen, die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan. Du sitzest zur Rechten Gottes in Deines Vaters Herrlichkeit. Als Richter, so glauben wir, kehrst Du einst wieder. Dich bitten wir denn, komm Deinen Dienern zu Hilfe, die Du erlöst hast mit Deinem kostbaren Blut. In der ewigen Herrlichkeit zähle uns Deinen Heiligen zu. (Rette Dein Volk, o Herr, und segne Dein Erbe; und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit. An jedemTag benedeien wir Dich und loben in Ewigkeit Deinen Namen, ja in der ewigen Ewigkeit. In Gnaden wollest Du, Herr, an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren. Erbarme Dich unser, o Herr, erbarme Dich unser. Lass über uns Dein Erbarmen geschehen, wie wir gehofft auf Dich. Auf Dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.)"
Ein Teilablass wird dem Christgläubigen gewährt, der dieses Gebet verrichet. Einen Vollablass wird jenem gewährt, der dieses Gebet am letzte Kalendertag gemeinsam öffentlich betet.
Besuch einer Kirche oder einer Kapelle am Allerseelentag
Einen Vollablass, der nur den Armen Seelen im Fegefeuer zukommt, erwirbt sich der Christgläubige, der am Allerseelentag eine Kirche oder Kapelle in frommer Gesinnung besucht. Dies gilt auch für den Sonntag vor oder nach Allerseelen, oder an Allerheiligen.
Veni, Sancte Spiritus
"Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe." (Teilablass)
Veni, Creator
"Komm herab, o Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt. Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not, in der Unrast schenkst Du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod. Komm, o Du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund. Ohne Dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund. Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile Du, wo Krankheit quält. Wärme Du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt. Gib dem Volk, das Dir vertraut, das auf Deine Hilfe baut, Deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, Deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Amen. Halleluja."
Ein Teilablass wird dem Christgläubigen gewährt, der dieses Gebet mit Andacht verrichet. Einen Vollablass erfährt jener, der es am Neujahrstag und am Pfingstfest gemeinsam öffentlich betet.
Besuch einer Kirche oder eines Altares am Weihetag
Der Christgläubige, der eine Kirche oder einen Altar am Tag ihrer/seiner Weihe besucht und dabei das Vater Unser und das Credo betet erhält einen Vollablass.
Besuch der Pfarrkirche
Einen Vollablass erhält der Christgläubige, der mit frommer Gesinnung seine Pfarrkirche besucht
- an deren Titularfest
- am 2. August (wenn der Portiuncula Ablass gewonnen werden kann).
Oberhirtliche Visitation
Einen Teilablass wird jenem Christgläubigen zuteil, der eine Kirche, eine öffentliche/halböffentliche Kapelle an jenem Tag besucht, an dem dort eine oberhirtliche Visitation stattfindet. Den Vollablass erwirbt er sich, wenn er dann noch am Gottesdienst teilnimmt, bei dem der Visitator vorsteht.
(Zur Erinnerung: Zur Gewinnung eines Vollablasses sind die Verrichtung der vorgeschriebenen Werke und die Erfüllung der sakramentalen Beichte, eucharistischen Kommunion, Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters und das Freisein von Anhänglichkeit an irgendeiner, auch lässlicher Sünde, erforderlich.)
Anmerkungen
"Der Bedingung, nach der Meinung des Hl. Vaters zu beten, wird voll genügt mit dem Beten eines Vaterunser und Gegrüßet seist du, Maria nach seiner Meinung (Norm V/12-10).











