Ein weiteres Sakrament der katholischen Kirche ist die Firmung, welche bei Erwachsenen zusammen mit der Taufe gespendet werden kann und sonst bei Heranwachsenden im Jugendlichen Alter gespendet wird. Durch die Firmung wird der heilige Geist, der Geist Gottes, auf den Gläubigen hinabgerufen, damit er ihn auf den rechten Weg Gottes leite und durch den Firmling hindurch wirkt.
Wie hat Jesus Christus das Firmsakrament eingesetzt?
Nach der Lehre der Kirche, wie sie sich aus der Heiligen Überlieferung und der Heiligen Schrift ergibt, hat Jesus Christus das Firmsakrament, wie alle anderen Sakramente, unmittelbar und persönlich eingesetzt. Er trug den Aposteln auf, zu den Getauften zu gehen, für sie zu beten und ihnen die Hände aufzulegen, damit sie den Heiligen Geist empfingen.
War die heilige Firmung schon im Alten Testament vorgebildet?
Die Propheten des Alten Bundes haben die Ausgießung des Heiligen Geistes als Kennzeichen der messianischen Zeit vorausgesagt. Beim Propheten Ezechiel heißt es: "Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (...) und bewirke, dass ihr meinen Gesetzten folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt" (Ez 36, 26-27).
Was sagt das Neue Testament über die heilige Firmung?
An zahlreichen Stellen im Neuen Testament ist vom Heiligen Geist die Rede. Jesus Christus hat den Aposteln den Heiligen Geist versprochen, indem er sagte: "Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen" (Joh 15, 26). Am Pfingsttag sandte er ihnen den verheißenen Beistand, und alle "wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt" (Apg 2, 4). Ein Hinweis auf die Firmung findet sich unter anderem in der Apostelgeschichte, dort heißt es: "Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab" (Apg 19, 6).
Was geschieht in der heiligen Firmung?
In der Firmung (lateinisch: "Stärkung") stärkt uns Jesus Christus mit den Gaben des Heiligen Geistes zum mutigen Glaubenszeugnis. Die Firmung ist einer der drei Schritte (Taufe, Firmung, Eucharistie) auf dem Weg zur vollen Eingliederung in die Kirche. Die Firmung prägt wie die Taufe und das Weihesakrament ein unauslöschliches Merkmal ein und kann nur einmal im Leben empfangen werden. Solche Prägemale sind Zeichen besonderer Christusverbindung und Christusähnlichkeit.
Wie heißen die Gaben des Heiligen Geistes?
Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.
Ist die Firmung heilsnotwendig?
Sie ist nicht heilsnotwendig, aber sehr nützlich und hilfreich auf unserem Weg zum ewigen Heil.
Warum ist die Firmung sehr nützlich?
Die Stärkung mit den Gaben des Heiligen Geistes hilft uns, dem Urheber und den Verlockungen der Sünde besser widerstehen zu können. Dadurch können wir Gott und unserem heiligen Glauben treu bleiben und ihn gegebenenfalls standhaft bekennen.
Welches ist das äußere Zeichen der Firmung?
Das äußere Zeichen besteht in: Gebet, Handauflegung, Salbung mit Chrisam, Besiegelung mit dem Kreuz und den Worten: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."
Wer ist der Spender der Firmung?
Ordentlicher Spender des Firmsakramentes ist der Bischof, außerordentlicher Spender ist der vom Bischof bevollmächtigte Priester. Im Notfall (Lebensgefahr) darf jeder Priester die Firmung spenden.
Welche Voraussetzung ist für den würdigen Empfang des Firmsakramentes erforderlich?
Um die hl. Firmung würdig zu empfangen, muss man im Stande der Gnade sein, die Grundlehren unseres heiligen Glaubens kennen und sich dem Sakrament mit Andacht und Ehrfurcht nähern.
Welche Voraussetzungen muss der Firmpate haben?
Damit der Firmpate mit Wort und Beispiel dem Firmling den Weg zum ewigen Heil zeigen und ihn im geistigen Kampf unterstützen kann, muss er wenigstens 16 Jahre alt, katholisch, gefirmt sein und ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.
Quelle: http://www.marianische-liga.de/firmung.html











