Die heilige Eucharistie

E-Mail Drucken PDF

Voraussetzungen zum Kommunionempfang
Mundkommunion / Handkommunion

Der Herr ist bei uns - bis zum Ende der Welt

KelchHostien0048Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist keine historisch verblassende Figur in der Geschichte der Menschheit. Gott ist geistig absolut gegenwärtig; zu jeder Zeit, an jedem Ort, in jedem Teilchen der materiellen Welt, in jeder Seele, ja in jedem irgendwie zu erahnenden Teil seiner Schöpfung. Der herabgestiegene Gott verkündete dies dem Johannes nach seiner apokalyptischen Vision auf der Insel Patmos: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und das Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22:13). Von ihm kommt alles, durch ihn ist alles, zu ihm geht alles. Durch die heilige, von ihm gegründete, Kirche wird er diesen Worten gerecht. Die Kirche opfert dem Vater durch die Priester immerfort die Ganzhingabe Jesu am Kreuz auf und bittet durch dieses um Erbarmen für die Welt. Das Sakrament der Eucharistie steht in enger Verbindung zum heiligen Messopfer und kann niemals von diesem getrennt verstanden werden.

Eucharistie - von Gott selbst eingesetzt

Als Jesus kurz vor seinem heiligen Kreuzesleiden stand, beging er mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl. Er erteilte seinen Aposteln, in deren Nachfolge die heutigen Bischöfe und demnach auch die Priester durch die weihende Handauflegung stehen, den Auftrag, seinem kommenden Leiden zu gedenken und das heilige Messopfer nach seiner Weise zu begehen. Am Abend vor seinem Leiden tat der Heiland vier grundlegende Dinge, auf welche sich die Kirche bis in die heutige Zeit stützt. Die wohl älteste Fassung dieses gottgegebenen Auftrags findet sich im Markusevangelium:

Markus 14,22 ff.

Und während sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach es und gab es ihnen und sprach: Nehmt, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Bundes, das für viele vergossen wird. Wahrlich ich sage euch: Ich werde fortan nicht trinken vom Gewächs des Weinstocks bis zu dem Tag, an dem ich neu trinke im Reich Gottes.

 

1.) Er selbst setzte die heiligen Wandlungsworte ein.

Mit seinen Worten begründete der Heiland die heiligen Wandlungsworte, durch welche Jesus durch den Priester am Höhepunkt der heiligen Messe Wein und Brot in seinen Leib und sein Blut wandelt (Transsubstantiation). Dieses ungreifbare Geheimnis, welches fest in der Bibel verwurzelt ist, geschieht jedes Mal, wenn ein gültig geweihter Priester in der rechten Intention (Meinung) diese Wandlungsworte über Brot und Wein spricht. Das Brot muss in diesem Fall ungesäuert sein (ohne Salz zubereitet, lediglich aus Wasser und Mehl). Die Bedingungen für eine gültige Wandlung sind genau im Kirchenrecht beschrieben und festgelegt.


2.) Er setzte Brot und Wein als Wandlungsgegenstände ein.

abendmahlJesus selbst erkor das Brot und den Wein aus, in welchen symbolisch die gesamte Schöpfung der Erde auf den Altar getragen wird, da die Herstellung beider Wandlungsgegenstände einzig durch das Zusammenspiel der Elemente und des Menschen möglich ist.
So muss das Weizenkorn in den Schoß der Mutter Erde gepflanzt werden, welche durch den Bauern in schwerer, schweißtreibender Arbeit aufbereitet, gepflügt, gedüngt und stets bewässert wurde. Der Bauer muss sich weiterhin lange Zeit um die aufkeimenden Pflanzen kümmern, während Sonne, Luft, Erde, Regen etc. den Weizen zur Vollendung bringen. Danach muss das Feld abgeerntet und die Spreu vom Weizen getrennt werden. Beim Müller wird das Korn zermahlen, während der Bäcker es schließlich mit vielen anderen Zutaten zum Brot aufbäckt.

Das Selbe geschieht während der Herstellung des Weines: Felder müssen bearbeitet und geerntet werden, während die wundervolle Schöpfung mit all ihren Elementen die Weinstöcke zur Reife treibt, wonach die Trauben im Kelter ausgelassen werden müssen. Vor allem aber muss der Wein lange Zeit ruhen und gären, bis er zur Vervollkommnung gereift ist.

Somit bringt die Menschheit, gemeinsam mit den Priestern, dem ewigen Gott nicht nur das Kreuzesopfer Christi dar, sondern auch die gesamte Schöpfung. Hier wird das Schreien des gesamten Erdballs nach Erlösung deutlich, hier zeigt sich der Wunsch der gesamten Welt nach Frieden, Gerechtigkeit und Erbarmen. Die von Gott gewünschte Einheit von Geist und Materie wird hier herbeigesehnt und Ausdruck verliehen.

Die schwere Arbeit und der schweißtreibende Gedanke waren in der prä-industriellen Zeit selbstverständlich natürlich viel gegenwärtiger als in der heutigen modernisierten Zeit.


3.) Er selbst verkündete die Wahrheit der Realpräsenz.

Ein grundlegender Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Theologie besteht darin, dass in der „Mahlfeier“ nach evangelischem Verständnis der Leib und das Blut Christi nur für den Moment der Kommunion (Empfang der eucharistischen Speisen) gegenwärtig sei und danach wieder „normales Brot“ wäre. Einmal abgesehen davon, dass Pastoren und Pastorinnen der evangelischen Kirche nicht in der gültigen Weihenachfolge (Sukzession) der Apostel (Jesu) stehen und somit in deren Gottesdienst keine reelle Gegenwart des Heilands erfolgt (da sie schlicht und ergreifend einfach keine göttliche Vollmacht für dieses Wunder haben), wiegt das Wort „ist“ (Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird) viel zu schwer, als dass es mit „bedeutet“ oder „erinnert an“ übersetzt werden könnte.

Dieses kleine aber feine Wort belegt eindeutig die sogenannte Realpräsenz Jesu Christi in den heiligen eucharistischen Gestalten. Sind diese durch einen gültig geweihten Priester in einer gültig gefeierten Opfermesse gültig gewandelt worden, bleibt es der gegenwärtige Leib Jesu Christi und wird dementsprechend behandelt. Dies bedeutet, dass sich Gott so weit herabgelassen hat, in Form von Brot und Wein zu den Menschen herabzusteigen und bei ihnen und mitten unter ihnen zu sein! In einer heiligen Hostie und in jedem seiner Partikel ist der Heiland gegenwärtig. Aus diesem Grund findet sich in katholischen Kirchen ein (und in evangelischen Kirchen kein) sogenannter Tabernakel.


TabernakelDer Tabernakel ist das Zentrum einer katholischen Kirche. Der Begriff „Tabernakel“ stammt vom lateinischen „tabernaculo“, was übersetzt „Zelt“ bedeutet. Das Zelt war schon im Alten Testament der Ort, in welchem Gott gegenwärtig wurde. Dieses heilige Zelt wurde von den Israeliten überall mit hingetragen. Der Tabernakel ist eine Art gut gesicherter (Panzer)Schrank, in welchem die heiligen Hostien aufbewahrt werden und somit zum Ziel und Angelpunkt eines jeden Kirchenbesuchs und einer jeden Messe wird. Die Kirche wird somit die Wohnstätte des Herrn auf dieser Erde. Wer eine katholische Kirche besucht, tritt direkt vor das Angesicht des Heilands, welcher im Altarraum - für die Augen unsichtbar – leibhaftig mit geöffneten Armen und Wunden vor den Gläubigen steht und auf sie wartet. Aus diesem Grund vollziehen all jene, denen dieses große Mysterium wahrhaft bewusst ist, eine Kniebeuge in Richtung des Tabernakels beim Betreten der Kirche sowie jedes mal beim Vorüberschreiten an dem Selbigen. Ein zutiefst ehrfurchtvolles Verhalten in der Kirche sowie im Umgang mit der heiligen Eucharistie sollte somit selbstverständlich sein.

So kennen wir in der katholischen Kirche im Gegensatz zum Protestantismus die eucharistische Anbetung bzw. Aussetzung, eucharistische Prozessionen und den äußerst gnadenreichen eucharistischen Segen.

Die theologische Gewissheit um die Realpräsenz des Heilands ist tief in der Geschichte des Christentums verwurzelt. Schon im 2. Jahrhundert nach Christus stellte Ignatius von Antiochien erste dahingehende Äußerungen an, als er die leibliche Gegenwart Christi gegen gnostische und doketische Irrlehren verteidigte. Der heilige Augustinus und weitere Kirchenvertreter vertieften diese Lehre theologisch, bis schließlich Folgendes im Zuge des Konzils von Trient erklärt wurde:

Konzil von Trient

Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes.


4.) Er gab seinen (durchweg männlichen) Priestern den Auftrag das heilige Messopfer zu feiern, seines kommenden Leidens auf ewig zu gedenken und den Gläubigen die Kommunion zur geistlichen Speise zu geben.

Seit dem Aufruf Jesu Christi zur Gedächtnisfeier seines Opfers feiern die Priester des Christentums die heilige Messe, welche sich immer in einem dynamischen Entwicklungsprozess befunden hat und sich durch die Jahrhunderte zur heutigen Form entwickelt hat. Sie ist der Mittel- und Höhepunkt des christlichen Lebens. Aus diesem Grunde wurde sie seit jeher äußerst feierlich und gebührend gestaltet. In der heiligen Messe geschieht das größte Wunder, das herrlichste Mysterium, was auf der Erde geschehen kann. Menschen ersehnen sich große Wundertaten, reisen in weit entfernte Orte um Wunder zu sehen, doch haben nicht verstanden, dass das größte und wundervollste aller Wunder in jeder gültigen heiligen Messe dieser Welt vonstatten geht: Die Gläubigen werden reell, über Zeit und Raum hinweg, an den Fuß des Kreuzes am Kalvarienberg gesetzt, wo Gott selbst seine Arme ausbreitete, für die Menschheit starb und sich Gott und ihnen in die Hände gab.

Die heilige Messe und deren Theologie ist kein mal eben aus dem Boden gestampfter Vorgang, wie er in so vielen „modernen“ kirchenkritischen Vereinen als Gottesdienst fabriziert wird, sondern sie ist das Produkt einer Jahrtausende alten, von Gott in Langmut gelenkten Entwicklung, welche einen der elementarsten Bestandteile des Heilsplanes Gottes für die Seelen und die gesamte Schöpfung darstellt.


Aus dem "Zeugnis der Catalina" (kirchliche Druckerlaubnis)

eucharistieDer Zelebrant sprach die Worte der “Wandlung”. Der Priester war von normaler Statur, aber auf einmal begann er zu wachsen, und er erfüllte sich mit einem strahlendem Licht, ein überirdisches Licht, das zwischen weiß und golden leuchtete, hüllte ihn ein und es strahlte ganz stark aus seinem Gesicht, so dass seine Gesichtszüge nicht mehr zu erkennen waren. Und als er die Hostie emporhob, sah ich seine Hände und diese hatten auf ihrer Oberfläche Stellen, aus denen ein großes Licht herausstrahlte. Es war JESUS!... Es war ER, der mit SEINEM LEIB den Körper des Zelebranten umgab, wie wenn ER zärtlich und liebevoll die Hände des Erzbischofs umfasst und umhüllt hätte. In diesem einzigartigen Moment begann die Hostie zu wachsen und sie wurde immer größer und in ihr erschien das wunderbare Antlitz JESU, wie ER auf SEIN Volk schaut.

Instinktiv senkte ich meinen Kopf und “Unsere Liebe Frau” sprach folgendes:

“Senke nicht deinen Kopf, erhebe deinen Blick, betrachte IHN, sieh IHN direkt an und weiche SEINEM Blick nicht aus und wiederhole das Gebet von Fatima: HERR, ich glaube an DICH, ich bete DICH an, ich hoffe auf DICH und ich liebe DICH; ich bitte DICH um Verzeihung für jene, die nicht an DICH glauben, die DICH nicht anbeten, die nicht auf DICH hoffen und die DICH nicht lieben. Verzeihung und Barmherzigkeit ... Und jetzt sag IHM, wie sehr du IHN liebst, bringe deine Huldigung dar dem KÖNIG der KÖNIGE.”

Und ich sagte es IHM auch; und es schien mir, wie wenn ER von der riesigen Hostie aus nur auf mich schauen würde; aber innerlich wusste ich, dass ER in der gleichen Weise jeden der Anwesenden – voller LIEBE – betrachtete ... Danach senkte ich den Kopf so weit bis meine Stirn den Boden berührte, so wie es alle Engel und Seligen des Himmels vormachten. Für den Bruchteil einer Sekunde vielleicht dachte ich darüber nach, wie es denn möglich war, daß JESUS in der Gestalt des zelebrierenden Priester erschien und zugleich auch in der großen Hostie sichtbar wurde, die beim Senken der Hände des Priesters wieder so klein wurde wie vorher. Über meine Wangen rollten große Tränen, mein Gesicht war davon ganz naß und ich konnte aus meiner Verwunderung und aus dem Staunen gar nicht herauskommen.

Gleich danach sprach der Erzbischof die Wandlungsworte über den Wein und gleichzeitig mit seinen Worten begann es im Himmel und im Hintergrund zu blitzen und zu strahlen. Es waren auf einmal keine Wände und kein Dach mehr in der Kirche vorhanden, es war alles dunkel, es strahlte nur jenes glänzende Licht auf dem Altar.

Und auf einmal in luftiger Höhe sah ich JESUS, gekreuzigt, mit SEINEM Haupt, das auf seine Brust heruntergesunken war. Der Querbalken des Kreuzes wurde von großen, starken Händen gehalten. Und aus der Mitte dieses Strahls flog ein Lichtlein weg wie ein Glühwürmchen oder ein sehr kleines, glänzendes Vögelchen, und es flog durch das ganze Kirchenschiff, um sich schließlich auf der linken Schulter des Herrn Erzbischofs niederzulassen, der immer noch JESUS darstellte und war, da ich klar SEIN langes Haar und SEINE strahlenden Wundmale und SEINEN großen Körper unterscheiden und sehen konnte, aber SEIN Gesicht sah ich nicht.

Und oben, der gekreuzigte JESUS. SEIN Antlitz war auf die rechte Seite der Schulter herabgesunken und alles was man von SEINEM Gesicht und SEINEN Armen sehen konnte, war zerschunden, zerschlagen und voller Wunden. Auf der rechten Seite klaffte ein Wunde auf seiner Brust und Blut quoll daraus nach links hervor, und auf die rechte Seite floss – vermute ich – Wasser heraus, es war aber sehr glitzernd und klar, es schien wie wenn es Ströme eines übernatürlichen Lichtes wären, die auf die anwesenden Gläubigen herabflossen und sich von nach rechts und nach links bewegten. Es erstaunte mich, welche Menge Blut es war, die über dem Kelch herausfloss und ich befürchtete schon, der Kelch würde übergehen und das Blut würde über den Altar selbst fließen und es würde dort ein riesiger Blutfleck verbleiben, aber es fiel kein einziger Tropfen heraus!

In diesem Moment sagte die Heilige Jungfrau:

“Das ist das Wunder aller Wunder, ich habe es dir schon öfters gesagt, für den HERRN gibt es weder Zeit noch Raum, und im Moment der Wandlung, wird die ganze Versammlung der Gläubigen und Mitfeiernden zum Fuß des Kalvarienberges versetzt, genau zum Augenblick der Kreuzigung JESU CHRISTI.”

Kann sich das jemand vorstellen? Unsere Augen können es nicht sehen und wahrnehmen, aber wir sind alle dort in dem Moment, in dem ER ans Kreuz geschlagen wird und ER den VATER um Verzeihung bittet, nicht nur für jene, die IHN töten und quälen, sondern ER bittet auch um Verzeihung um jede einzelne unserer Sünden:

“VATER, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!”

Seit jenem Tag bitte ich alle, - und es ist mir gleichgültig, wenn man mich deshalb auch als verrückt hinstellt - dass sie sich hinknien – auf ihre Knie fallen – sollen, dass sie versuchen sollen, mit ihrem ganzen Herzen und mit all ihrer Empfindsamkeit, deren sie fähig sind, jenes Privileg zu erleben, das der HERR uns in SEINER Güte gewährt.


So folgen heute, wie schon seit langer Zeit, Priester und Gläubige dem Auftrag Jesu Christi und feiern zusammen sein heiligen Kreuzesopfer auf den Altären dieser Erde.

 

Aus dem Katechismus des heiligen Papstes Pius X.

623. Warum hat Jesus Christus die allerheiligste Eucharistie eingesetzt?

Jesus Christus hat die Eucharistie aus drei Hauptgründen eingesetzt: 1. Damit sie das Opfer des Neuen Bundes sei; 2. damit sie Speise unserer Seele sei; 3. damit sie ein ewiges Gedächtnis seines Leidens und seines Todes und ein kostbares Unterpfand seiner Liebe zu uns und des ewigen Lebens sei.

Die Heilige Kommunion

Die Verdienste Jesu Christi am Kreuz sind endlos erhaben, unendlich wertvoll und kostbar. Jesus hat uns aus der Erbsünde, der Schuld unserer Väter, erlöst, jedoch sind wir deshalb noch lange nicht errettet. Es bedarf eines steten, lebenslangen Handelns des Christen, um letztendlich in die ewige Herrlichkeit aufgenommen zu werden.

Weiterhin nutzt es nichts zu denken: „Jesus ist für mich am Kreuz gestorben“, wenn man sich die Früchte seiner Erlösung nicht zu Nutze macht. Diese Erlösungsfrüchte werden uns durch die Sakramente der heiligen Kirche des Heilands Jesu Christi zugewandt. Die Sakramente sind quasi die Kanäle, durch welche die Gnadenströme vom Kreuzesopfer zu den Seelen fließen. Allein diese Sakramente, welche im blutenden Herzen Jesu ihren Ursprung haben, heiligen die Seele eines Menschen. Und hier kommt die heilige Eucharistie ins Spiel.

Die heilige Eucharistie bzw. die hl. Hostie für die Gläubigen ist eine Frucht des Kreuzesopfers Jesu Christi. Sie ist der Unterpfand des ewigen Lebens und vermehrt die Gnade in einer Seele ein jedes mal, wenn sie würdig empfangen wird. Würdig empfangen bedeutet, dass der Gläubige sich im Stande der heiligmachenden Gnade, also ohne von einer Todsünde befleckt zu sein, befindet. Sollte dies nicht der Fall sein, darf die hl. Hostie in der Kommunion nur nach einer gründlichen Beichte empfangen werden, welche diesen Gnadenstand durch Gottes übergroße Barmherzigkeit in einer Seele wieder herstellt.

Gott in seiner Gesamtheit ist nach seinem unendlich weisen Ratschluss in einer gewandelten Hostie gegenwärtig. Er selbst nimmt in der Seele eines Menschen Wohnung und vermehrt dort die Gnade, stärkt den Glauben an ihn und die Widerstandskraft gegen die Sünde. Der ewig Liebende erniedrigt sich noch weit über den Tod am Schandholz des Kreuzes hinaus: So sehr liebt er, dass er in die von der Sünde zerfressenen menschlichen Seelen hinabsteigt, um sie an sich zu ziehen und ihnen den Weg zum ewigen Leben zu bahnen.


Aus dem Katechismus des heiligen Papstes Pius X.

625. Welche Wirkung bringt die Eucharistie uns hervor?

Die Hauptwirkungen, welche die allerheiligste Eucharistie in dem hervorbringt, der sie würdig empfängt, sind folgende: 1. Sie bewahrt und vermehrt das Leben der Seele, was durch die Gnade bewirkt wird, so wie die leibliche Speise das Leben des Leibes erhält und vermehrt; 2. Sie reinigt von lässlichen Sünden und bewahrt vor Todsünden; 3. Sie bewirkt geistlichen Trost. 4. Sie schwächt unsere Leidenschaften und löscht in uns besonders die Flamme er Begierlichkeit; 5. Sie vermehrt in uns das Feuer der Liebe zu Gott und zum Nächsten und hilft uns, unser Handeln mit den Wünschen Jesu Christi in Einklang zu bringen; 6. Sie gibt uns einen Unterpfand der künftigen Herrlichkeit und unserer eigenen, leiblichen Auferstehung.

Was bei einer Kommunion geschieht, wird wunderbar im Zeugnis der Catalina beschrieben:

Aus dem Zeugnis der Catalina (Imprimatur)

Die Leute kamen nun aus den Bänken heraus, um zur Kommunion zu gehen. Es ist nun der großartige Augenblick der Begegnung gekommen, der Moment der “Kommunion”. Und der HERR sagte zu mir: “Warte einen Augenblick, ICH will, dass du etwas beobachtest ...” und von einem inneren Impuls gedrängt richtete ich meinen Blick zu der Person, die gerade die Heilige Kommunion von den Händen des Priesters auf ihre Zunge empfing.

Dazu muss ich erklären, dass diese Person eine der Frauen unserer Gebetsgruppe war, die am Vorabend nicht mehr beichten konnte und deshalb am Morgen vor Beginn der Messe gebeichtet hatte. Als nun der Priester den Leib des HERRN auf ihre Zunge legte, blitzte ein Lichtstrahl auf und es wurde diese Frau zuerst durch den Rücken und danach am Rande des Rückens, der Schultern und des Kopfes von jenem sehr weiß-goldenen Licht durchdrungen. Dazu sagte mir der HERR:

“So ist es, wenn ich in den Genuss komme, eine Seele zu umarmen, die mit ganz reinem Herzen kommt, um mich zu empfangen!”

Die Stimme JESU hatte den Unterton einer Person, die sehr zufrieden und glücklich war. Ich war ganz durcheinander und schaute immerzu auf diese Freundin, wie sie auf ihren Platz zurückkehrte, umgeben von einem gleißenden Licht und in den Armen des HERRN, und ich dachte nur mehr daran, welches Wunder wir uns so unzählige Male entgehen lassen, wenn wir mit unseren kleinen und großen Fehlern beschmutzt zum Tisch des HERRN treten, um JESUS zu empfangen, wenn es doch für uns ein so großes Fest sein soll und sein kann.
[…]
Auf einmal sagte der Herr Erzbischof: “Lasset uns beten” und natürlich stand die versammelte Gemeinde auf zum Schlussgebet. JESUS sagte mit einem traurigen Unterton in der Stimme zu mir:

“Hast Du nun gesehen und auch bemerkt? Nicht ein einziges Mal hat diese Frau zu MIR gesagt, dass sie mich liebt; nicht ein einziges Mal hat sie sich bedankt dafür, dass ich als Geschenk für die Menschen MEINE GOTTHEIT vom Himmel zur armseligen Menschheit heruntergebracht habe, um die Menschen zu MIR emporzuheben. Nicht ein einziges Mal hat sie gesagt: ‘DANKE, HERR!’ Es war nur eine lange Litanei von Bitten... und so benehmen sich fast alle, die hierher kommen, um mich zu empfangen.”

“ICH bin aus Liebe zu euch gestorben und ich bin auferstanden, auch aus Liebe; und seitdem warte ich auf jeden einzelnen von euch... aber ihr merkt es ja nicht einmal, wie sehr ICH eure Liebe verlange und danach dürste. Erinnere dich, ICH bin der ‘BETTLER der LIEBE’ in dieser so wesentlichen Stunde für die Seele.”

Begreift ihr überhaupt, dass ER, der die LIEBE SELBST ist, nach unserer Liebe verlangt und bittet, und wir wollen sie IHM nicht geben? Ja noch schlimmer, wir versuchen der Begegnung mit der höchsten Form der LIEBE, mit der einzigen LIEBE, die sich in einem dauernden Opfer hingibt, auszuweichen.


Voraussetzungen zum Kommunionempfang

Nachdem wir nun geklärt haben, was die Eucharistie vom Wesen her ausmacht, kommen wir nun zu den Voraussetzungen, die nötig sind, damit der Gläubige die heilige Kommunion empfangen darf und würdig empfängt. Dies ist ungeheuer wichtig, da in der heiligen Schrift geschrieben steht:

1. Korintherbrief 11,27 - 29

„Wer daher unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig am Leib und Blut des Herrn. Denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.”

  • Der Gläubige muss getauft sein und dem Katholizismus angehören.
  • Der Gläubige muss sich im Stande der Gnade (keine Todsünde begangen) befinden. Sollte dies nicht der Fall sein, muss er vorher eine gründliche, gültige Beichte ablegen.
  • Der Gläubige muss nüchtern sein und darf mindestens eine Stunde vor der heiligen Kommunion keine Nahrung und Flüssigkeit zu sich genommen haben. Ausnahmen sind: Medikamente, Speiserückstände im Mund oder das Verschlucken von Wasser beim Waschen.
  • Der Gläubige muss wissen, was er empfängt, d.h. er muss ein tieferes Verständnis für die heilige Kommunion und ihre geistliche Wirkung entwickelt haben.

 

Aus dem Katechismus des hl. Papstes Pius X.

635. Ist die Kommunion nie erlaubt, ohne dass man nüchtern ist?

Die Kommunion, ohne dass man nüchtern ist, ist den Kranken erlaubt, die in Todesgefahr sind, und jemandem, der vom Papst wegen langwieriger Krankheit seine besondere Erlaubnis hierzu erhalten hat. Die Kommunion der Kranken in Todesgefahr heißt „Wegzehrung“, weil sie diesen auf dem Weg von diesem Leben in die Ewigkeit stärkt.


Hier sei ausdrücklich erwähnt, dass in einer heiligen Messe nicht die Todsünden vergeben werden, auch wenn diese Meinung in der geistlichen Verwirrung der heutigen Zeit schon weitläufig vertreten ist. In der heiligen Messe werden lediglich die lässlichen Sünden vergeben, um deren Vergebung der Priester in jeder Messe bittet!

Ein durch Handkommunion und andere Entgleisungen fast nicht mehr vorhandenes Sündenbewusstsein in vielen Pfarreien heißt nicht, dass die Sündenkonsequenz schwindet! Wer seit Monaten nicht mehr gebeichtet hat und jeden Sonntag kommuniziert, ist entweder ein Heiliger oder hat sein Sündenbewusstsein verloren. Bitte bedenken Sie, dass der häufige und nachlässige Empfang der heiligen Kommunion im Stande der Todsünde kein Spiel ist, sondern Ihr Gericht in bezug auf die Ewigkeit zu ihrem Negativen entscheiden kann!

 

Aus dem "Zeugnis der Catalina" (kirchliche Druckerlaubnis)

Der Herr Erzbischof begann das Heilige Messopfer mit dem Sündenbekenntnis, und in diesem Moment sagte die Heiligste Jungfrau:

“Bitte nun den HERRN aus tiefstem Herzen um Verzeihung für all deine Sünden; bitte IHN um Verzeihung dafür, dass du IHN beleidigt hast; denn so wirst du würdig werden das Privileg zu haben, der Heiligen Messe beizuwohnen.”
Sicherlich habe ich damals für einen Bruchteil einer Sekunde gedacht: “Aber ich stehe doch in der Gnade GOTTES, denn ich habe ja gestern Abend erst gebeichtet”.

Die Himmlische Mutter antwortete: “Und du glaubst wirklich, dass du seit gestern Abend den HERRN nicht beleidigt hast? Lasse es zu, dass ich dir einige Vorkommnisse in die Erinnerung zurückrufe. Als du heute aus dem Haus gegangen bist, um hierher zu kommen, näherte sich dir das Mädchen, welches dir daheim hilft, um etwas von dir zu erbitten. Aber da du ja schon spät dran und in großer Eile warst, und deshalb unter Stress standest, hast du ihr nicht sehr höflich geantwortet. Das war von deiner Seite ein Vergehen gegen die christliche Nächstenliebe, und nun willst du immer noch sagen, du hast GOTT nicht beleidigt ...?”

“Auf dem Weg hierher kreuzte ein Autobus deinen Weg. Er hätte dich fast überfahren, und du hast diesem armen Busfahrer, diesem deinen Mitmenschen, deinem Nächsten, eine Menge von Ausdrücken nachgerufen, anstatt dass du rechtzeitig zur Kirche gekommen wärst, um deine Gebete zu verrichten und dich auf die Heilige Messe vorzubereiten. Du hast dich gegen die Nächstenliebe versündigt und hast den Frieden, die Geduld verloren. Und trotzdem sagst du, den HERRN nicht beleidigt zu haben...?”

“Und im letzten Moment kommst du hier an, wenn die Prozession der Zelebranten schon in die Kirche einzieht, um das Heilige Messopfer zu feiern... und du wirst nun an dieser Feier teilnehmen, ohne irgendeine Vorbereitung....”

Und ich antwortete: - Ja, Meine Mutter, sag nichts mehr, hör damit auf, erinnere mich nicht weiter an all diese Fehler in meinem Verhalten, denn ich werde sonst vor Scham und Reue sterben. -

“Warum müsst ihr im letzten Moment hereinkommen? Ihr solltet schon vorher in der Kirche sein, um ein Gebet zu sprechen und den HERRN zu bitten, ER möge SEINEN HEILIGEN GEIST aussenden, damit ER euch den Geist des Friedens und der Versöhnung eingebe, und aus euch den Geist dieser Welt, die täglichen Sorgen, die persönlichen Probleme, die Zerstreuungen vertreibe, damit ihr fähig sein könnt, diesen so Heiligen Moment der Eucharistie richtig und würdig zu erleben. Aber ihr kommt erst an, wenn die Feier schon begonnen hat, und ihr nehmt daran teil, wie wenn es eben irgendein x-beliebiges Ereignis wäre, ohne euch in irgendeiner Weise geistig darauf vorzubereiten. Warum? Es ist das größte der Wunder, ihr seid dabei, den Moment des größten Geschenks von Seiten des Höchsten mitzuerleben und ihr wisst es nicht zu schätzen.”

Das war jetzt genug. Ich fühlte mich so schlecht, da es so unendlich viel gab, für das ich GOTT um Verzeihung bitten musste; nicht nur wegen des Fehlverhaltens an diesem Tag, sondern vor allem für die vielen Male, in denen ich – so wie sehr viele – ja die meisten – anderen Leute auch - einfach darauf wartete, bis die Predigt des Priester zu Ende war, bevor ich selbst in die Kirche hineinging; für all diese vielen Male, bei denen ich mir nicht bewusst war oder ich einfach nicht verstehen wollte, was es hieß, in der Kirche zu sein und am Heiligen Messopfer teilzunehmen; für all diese vielen Male, in denen meine Seele voller schwerer Sünden war, und ich mich trotzdem getraut habe, an der Heiligen Messe teilzunehmen, musste ich um Verzeihung bitten.


Formen der Kommunionspendung

Wie oben beschrieben, müssen wir uns bewusst darüber werden, was im Geheimnis der Eucharistie gegenwärtig ist. Im Brot befindet sich die gesamte Schöpfung sowie die Gesamtheit der Menschheit gegenwärtig. Das Brot und der Wein sind der Ausdruck nach dem Rufen, Flehen und Schreien nach Gott, dem Allmächtigen. Ist die Hostie durch einen Priester gewandelt, ist sie (und jedes ihrer Partikel) die Wohnstätte der allerheiligsten dreifaltigen Gottheit. Der Ursprung allen Lebens, alles Seins sowie aller geschaffenen Dinge ruht nun in ihr. Können wir jemals ermessen, welche Heiligkeit, welche unermessliche Größe in diesem runden Stück Himmelsbrot liegt?

Heutzutage finden sich in der Kirche zwei Formen der Kommunionspendung: Zum einen die Kommunionspendung direkt aus der Hand des Priesters auf die Zunge (Mundkommunion), zum anderen die sogenannte Handkommunion, bei welcher die heilige Hostie den Gläubigen in die Hände gegeben wird und diese jene dann selbstständig zum Mund führen.

Psalm 81:11

Ich bin der Herr, dein Gott, der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. Tu deinen Mund auf! Ich will ihn füllen.


Die Würde und Vollmacht des Priesters

Bei der Weihe eines Priesters geschehen mehrere Dinge, welche vom menschlichen Verstand nicht zu fassen sind. So bekommt der Priester die göttliche Vollmacht, Brot und Wein in den Leib und das Blut des Herrn zu wandeln und Gottvater das vergegenwärtigte Kreuzesopfer Jesu Christi darzubringen. Er selbst wird zum vollkommenen, lebenslangen Opfer für den Herrn. Weiterhin werden ihm bei der Weihe seine Hände bzw. Finger gesalbt. Diese Salbung ist Ausdruck einer der höchsten Privilegien, die ein Lebewesen überhaupt von Gott geschenkt bekommen kann: Es ist das Privileg, den Leib des Herrn zu berühren. Die von Gott verliehene Würde eines Priesters ist so groß, dass selbst die Engel ihn um seine Erwählung und Berufung beneiden, ja sogar die heilige Gottesmutter kniet im Moment der Wandlung demütig hinter dem Priester.

 

Aus dem "Zeugnis der Catalina" (kirchliche Druckerlaubnis)

Und auf einmal sah ich SIE. Dort direkt zur Rechten des Erzbischofs ... einen Schritt hinter dem Erzbischof befand sie sich etwas über dem Boden erhoben, auf sehr feinen und wertvollen Stoffen kniend, die durchsichtig schienen und zugleich leuchtend waren, so wie kristallklares Wasse: die Allerheiligste Jungfrau Maria, mit gefalteten Händen, und sie schaute aufmerksam und ehrfurchtsvoll zum Zelebranten hin. Von dort aus sprach sie zu mir, aber ganz leise, direkt in mein Herz und ohne mich anzusehen.

“Nicht wahr, es überrascht dich, mich etwas hinter dem Erzbischof zu erblicken? Aber so gehört es sich eben... Trotz der großen Liebe, mit der mir mein SOHN zugetan ist, hat er mir nicht die Würde und Macht verliehen, die er einem Priester verliehen hat; nämlich IHN täglich mit meinen Händen in diese Welt zu bringen, so wie es die Priesterhände Tag für Tag vollziehen und zustandebringen. Deshalb habe ich eine so große Achtung und Wertschätzung vor einem Priester und vor dem gesamten Wunder, das GOTT durch ihn vollbringt, dass es mich einfach zwingt, an dieser Stelle auf die Knie zu fallen.”

Mein GOTT, welche Würde, welche Gnade gießt der HERR über die Priesterseelen aus; und wir geben uns darüber nicht Rechenschaft, und vielleicht nicht einmal viele der Priester selbst sind sich dessen bewusst!

Den Leib es Herrn zu berühren ist eine derart große Gnade, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kann. Zwar legt sich Gott in die Hände der gesamten Menschheit, jedoch materiell ausschließlich in die Hände seiner erwählten Priestersöhne, welche bei der Zelebration einer heiligen Messe in persona Christi handeln.

Welch große Liebe und Demut beweist der Herr uns, wenn er sich in seiner vollkommenen Größe ganz hingibt, sich in einem kleinen Stück Brot verbirgt und sich sogar von den Händen der sündhaften Menschen berühren lässt. Nicht umsonst wird der Priester auch als jemand bezeichnet, der im „engelsgleichen Stand“ lebt.

 

Die Demut kommt mit dem Verständnis

Wir sehen also, dass es eine große Auserwählung ist, den Leib des Herrn berühren zu dürfen – was mit gesundem Menschenverstand und heiliger Demut vor der unendlichen Größe und Allmacht des Herrn für jeden verständlich sein müsste.

Wenn wir einmal wahrhaft im Herzen verstanden haben, was wir in der heiligen Kommunion empfangen – nämlich Gott in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit, der bis zum Letzten zu den Gläubigen herabsteigt und sich mit ihnen vereinigt – ist es eigentlich logisch, dass der Gläubige eine innere und äußere Haltung der absoluten Demut und Empfangsbereitschaft aufzeigen muss bzw. müsste.

Lukas 8:41

Da kam ein Mann namens Jaïrus, der Synagogenvorsteher war. Er fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen.


Innere Haltung und äußere Form - Ein Zusammenspiel

Eine heilige Messe besteht fast ausschließlich aus äußeren Symbolen und Formen. So könnten sich die Gläubigen zum Beispiel zwar lediglich bewusst sein, dass sie zusammen mit dem Priester vor Gott treten und er ihre Bitten auf der Patene zu ihm emporhebt – aber um dies zu veranschaulichen, fassen die Ministranten bei der Wandlung von hinten den Saum des priesterlichen Gewandes an um dies symbolisch nach außen zu tragen. Jedes mal, wenn man vor dem Tabernakel niederkniet, ist dies ein äußerer Akt der inneren Gesinnung zur Huldigung des Herrn. Auch das Falten der Hände beim beten, das Händeschütteln bzw. Umarmen des Nachbarn beim Friedensgruß, das Klopfen an die eigene Brust beim Schuldbekenntnis usw. sind alles äußere Zeichen, welche die innere Gesinnung äußerlich vor den Herrn tragen. Mimik und Gestik sind uns unter anderem dafür von Gott gegeben - um Inneres nach außen zu kehren und der Seele durch den Körper eine Manifestierung in der materiellen Welt zu ermöglichen.

1. Korintherbrief 4:7

Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?

Einzig beim Kommunionempfang scheinen die Menschen auf einmal auf alle äußeren Zeichen verzichten zu wollen. Das Knien vor dem Herrn, welches der äußere Ausdruck absoluter Empfangsbereitschaft wäre, scheint unnütz und verwerflich. Immer öfter halten Gedanken wie: "Ich beuge vor niemandem meine Knie!" einzug in die Gesinnung der Gläubigen, welche zum Teil nicht einmal mehr bei der hochheiligen Wandlung knien.

Die Gläubigen müssen wieder begreifen, dass sie nichts haben, was ihnen nicht gegeben worden wäre: Kein Leben, keine Talente, keine Gnaden, kein Wohlstand, kein Glauben, keine Hoffnung, keine Liebe, kein Nichts. Gott beschenkt uns überreich – und diese beschenkt-werden findet seinen absoluten Höhepunkt im Empfang der heiligen Kommunion. Das Knien vor dem Herrn, der sich soweit zu uns Sündern herablässt, dass er in sie eingeht, muss der notwendige Ausdruck vor dieser überreichen Überflutung an Gaben sein. Eine heilige Kommunion ist das wertvollste, was es hier auf dieser Erde gibt.

Die Menschen sind bereit, für ein bischen Geld alle möglichen entwürdigenden Dinge zu veranstalten, aber sie scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, sich vor Gott hinzukniien.

Lukas 5:8

Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder.

 

Das Übel der Handkommunion

Heutzutage wird die heilige Kommunion vielfach im Stehen und auf die Hand des Gläubigen gespendet, die Kommunionbänke wurden abgeschafft und die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten – der realen Gegenwart Gottes in Form der Hostie – scheint aus den Köpfen der Gläubigen fast verschwunden. Ja selbst in Priesterseelen und hohe klerikale Würdenträger haben diese Irrwege Einzug gehalten. Wie ist das möglich?

Im II. Vatikanischen Konzil wurde keinesfalls eine allgemeingültige Erlaubnis für die Spendung der heiligen Kommunion auf die ungesalbten Hände der Laien gegeben. Es wurden lediglich Ausnahmeregelungen für „besondere Fälle“ gegeben, welche die Spendung der Kommunion durch Laien vorsahen. Solche Ausnahmeregelungen sind erlaubt, wenn:

  • keine ordentlichen Kommunionspender anwesend sind
  • oder diese, obwohl anwesend, wirklich verhindert sind.
  • oder die Teilnahme viele Gläubiger, die die heilige Kommunion empfangen möchten, die Eucharistiefeier allzu sehr in die Länge ziehen würde, weil zu wenige ordentliche Kommunionspender verfügbar sind.


Mit der allgemeinen Instruktion Fidei custos wurde 1969 allen Bischöfen die Möglichkeit gegeben, eine solche Vollmacht für drei Jahre zu beantragen. Die Instruktion Immensae caritatis vom 29.1.1973 über die Erleichterung des Kommunionempfangs bei bestimmten Anlässen ermächtigte die Ortsordinarien auch ohne Antrag und Begründung, geeignete Personen zu beauftragen. Verbreitet ist der Dienst der außerordentlichen Kommunionspender allerdings nur in den Ländern, wo die Bischöfe dies für ihre Gläubigen als nötig erachten. Die Handkommunion wurde eindeutig nur in äußersten Notsituationen erlaubt (zum Bsp. wenn ein Priester nur in größeren Zeitabständen zu den Gläubigen kommen kann und eine Hostie unter strengen Auflagen zur Anbetung oder zum Verzehr bei den Gläubigen lässt, was in Zeiten des Krieges oder in Kirchenverfolgungen durchaus vorstellbar ist und war).

Die o.g. Erlaubnisse breiteten sich wie eine Seuche – mit Deutschland als Vorreiterstellung – in die ganze Welt aus, frei nach dem Motto: „Gib ihnen den Finger und sie nehmen den ganzen Arm.“ Gleiches geschah mit der Verwendung der Landessprache als Liturgiesprache. Aus einzelnen Ausnahmegenehmigungen wurden vielerorts schnell normale Vorgehensweisen.

Bis zum heutigen Tage (man kann es sich kaum mehr vorstellen), gilt die Mundkommunion als ordentliche Form der Kommunionspendung, während die Kommunion auf die Hand als außerordentliche definiert ist.

Johannes 11:32

Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse innerhalb der Pfarreien ohne Genehmigung von Rom wie von selbst gewandelt. Priester lassen Laien die Kommunion austeilen, während sie auf ihrem Platz sitzen bleiben, Gläubige betrachten die heilige Kommunion wie einen Keks, fassen sie an, machen sie zur Banalität und entweihen sie millionenfach. Es ist allein schon ein psychologischer Effekt, dass alles was wir berühren für uns belanglos wird. Durch die Handkommunion ist die unendlich tiefe Mystik um die Eucharistie verloren gegangen, welche sie jedoch nach wie vor besitzt; ob die Menschen sie berühren oder nicht. Der Verlust der Heiligkeit des Messopfers in den letzten Jahren ist eine schwerwiegende, klaffende Wunde in der Kirche, welche mehr und mehr aufreißt und blutet. Das Laientum wird verklerikalisiert und der Klerus verlaisiert. Das Geheimnis der Eucharistie scheint den Menschen wie weggerissen worden zu sein.

Die Wurzel der Handkommunion ist der Hochmut des Menschen sowie ein steigendes Unwissen um das Wesen der Hostie. Die Handkommunion hat als einer der größten Faktoren riesig dazu beigetragen, dass die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten und der Realpräsenz Jesu Christi rapide abgenommen hat und die Anzahl der Gottesdienstbesucher auf einem nie gekannten Tiefstand angelangt ist.

2009_01_30_STATISTA_sek2637

Aus den obigen Absätzen lässt sich schließlich schlussfolgern, dass einzig und allein der gültig geweihte Priester die Vollmacht hat, den Leib Christi zu berühren und selbst zu kommunizieren. Daraus erschließt sich schon die logische Tatsache, dass jemand anderes dem Laien die Hostie auf die Zunge legen muss. Das Knien soll der Ausdruck der Verehrung, Dankbarkeit, Demut und Empfangsbereitschaft des Gläubigen sein.

Nimmt der Gläubige jedoch selbst die Hostie von der eigenen Hand auf (oder gar aus der Hand des Priesters) führt er sie selbst zur Zunge - und handelt somit ohne äußeren Notstand gegen das geltende Kirchenrecht, dass festlegt, dass die Selbstkommunizierung ausschließlich dem Priester vorbehalten ist. Weiterhin besteht die Gefahr, dass Partikel an der Hand kleben bleiben bzw. verloren gehen - was einen unsäglicher Ungang mit der hochheiligen Hostie darstellt; vor allem weil die Hand nach dem Empfang nicht gereinigt wird.

Für einen Gläubigen, den es um die Ehre Gottes geht und der um seine eigene klägliche Position vor Gott weiß, kann es also im Normalfall keine andere Möglichkeit als jene der knienden Mundkommunion geben - auch wenn man sich heutzutage mitunter auf den puren Fussboden knien muss und von den Umgebenden mit Blicken durchbohrt wird - diese Lapalien stehen in keinem Verhältnis zur Ehre Gottes.

 

Der Himmel schweigt nicht mehr - Botschaft der Barmherzigen Liebe

1. Korinther 11: Der Heilige Paulus spricht zur Kommunion

27 Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des HERRN trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des HERRN.
28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.
29 Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, dass er nicht unterscheidet den Leib des HERRN.

In den Jahren um 1960-1990 wiesen Jesus sowie seine allerheiligste Mutter in den Botschaften der Barmherzigen Liebe (Imprimatur; kirchlich geprüft und zur Verbreitung freigegeben) auf die Missstände der stehenden Handkommunion hin:

"Der Mensch ist nur groß, wenn er vor seinem König auf die Knie sinkt, zerknirscht von Reue über seine Sünden" (26.8.1972). In dieser demütigen Gesinnung und Haltung gewährt ihm Gott barmherzig seine Gnaden und Gaben für das ewige Heil. Denn wenn "du dich weigerst, Mich mit der ganzen Ehrfurcht, die du Mir schuldest zu lieben, bin Ich machtlos, dir zu Hilfe zu kommen" (11.9.1968). Was den Kommunionempfang der Gläubigen betrifft, so weist Jesus am 11.2.1972 darauf hin: "Ich gebe Mich ihrem Herzen durch die Hände des Priesters. (Nur) Thomas hat Meinen glorreichen Leib berührt!" - Einige Monate danach (12.6.1972) kommt Jesus wieder auf sein heiligstes Sakrament zu sprechen und ermutigt: "Zeigt tiefste Ehrfurcht, um die Schmach zu sühnen, die Mir so übervoll zugefügt wird." Auch der himmlische Vater erhebt am 27.3.1970 warnend seine Stimme: "Mein Haus ist nicht mehr ein Haus des Gebetes, sondern ein Ort höchster geistiger Verwirrung, wo ein frevelhafter Mangel an Ehrfurcht herrscht. Da, wo mein vielgeliebter Sohn thront, kann ich nicht länger eine solche Entweihung dulden." - Unmissverständlich macht er klar: "Wenn er nicht in der heiligen Eucharistie bei euch geblieben wäre, hätte die Welt seit langem aufgehört zu existieren" (20.5.1968).

Offenbarung 19:4

Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Lebewesen fielen nieder vor Gott, der auf dem Thron sitzt, beteten ihn an und riefen: Amen, halleluja!


Im Fortsetzungsband der „Botschaft der barmherzigen Liebe“ (Januar 1977 bis Dezember 1979, erschienen in Lüttich/Belgien, Anfang 1989), der bis jetzt nur in französischer Ausgabe vorliegt, äußert sich Jesus an mehreren Stellen ausdrücklich zur Handkommunion. Seine Worte unterstreichen mit göttlicher Autorität die Erkenntnisse aus den bisherigen Darlegungen. Er sagt u.a. zu Marguerite: "Mein Kind, Ich bringe den Menschen das Leben. Aber Ich muß dir sagen: Mein Leib wird entweiht durch die Vermessenheit jener, die sich die Vollmacht herausnehmen, die Ich nur Meinen Auserwählten gegeben habe! Die ungeweihten Hände sind [...] nicht würdig, Mich zu berühren." (8.4.77)

Zwei Jahre später, am 6.4.1979, erinnert Jesus daran, wie lange die Kirche schon auf die Mundkommunion übergegangen ist: "Die Tradition reicht Jahrhunderte zurück. Ich ändere nichts an dem, was der Heilige Geist den früheren Päpsten eingegeben hat. Bei der Kommunionspendung muss man [...] wieder zu der Form zurückkehren, wie sie jahrhundertelang gepflegt wurde, und die vollkommene Einheit meiner Kinder wiederherstellen. Man wird lautstark dagegen aufbegehren und protestieren. Widersetzt euch standhaft, ruhig und besonnen, aber ohne Schwäche." Am 7. Juni 1979 drängt Jesus erneut darauf und sagt: "Die Praxis der Handkommunion beleidigt mich schwer. Sie muß schnellstens abgeschafft werden..." Um Marguerite für zu erwartende Kritik und Angriffe zu stärken, erklärt er ihr: "Was man dir auch sagt, sei sicher, daß du in der Wahrheit bist." Dies gilt auch dann, wenn jetzt sogar in Italien seit ersten Adventssonntag 1989 die Handkommunion erlaubt ist.

Auch die Gottesmutter klagt als "Mutter der Eucharistie" und "Mutter der Anbetung und der Sühne" in ihren Mitteilungen an Don Gobbi, den Gründer und Leiter der Marianischen Priesterbewegung, nachdem sie ihre ständige Gegenwart bei ihrem eucharistischen Sohn am 21.8.1987 bekundet hatte (Auszug): "Heute ist mein Mutterherz traurig und zutiefst verwundet, weil ich sehe, dass um die göttliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie eine so große Leere und Verlassenheit [...] herrscht!" Am 8.8.1986: "So viel Undankbarkeit! Das sind die Zeiten, die von mir durch die Stimme des Engels in Fatima vorausgesagt worden sind. Dieses Gebet (Heiligste Dreifaltigkeit...) wurde für diese eure Zeit gelehrt. Jesus ist von der Gleichgültigkeit so vieler meiner Kinder umgeben, die so leben, als wäre er nicht hier, und die sich seiner göttlichen und wirklichen Gegenwart unter euch nicht bewusst werden, wenn sie zu den liturgischen Feiern in die Kirche gehen. Oft wird (er) in eine verlorene Ecke gestellt, obwohl er doch in das Zentrum der Kirche gehört. Die Kirche ist ja sein Tempel, der vor allem für ihn und dann erst für euch erbaut wurde. Besonders sind es jedoch die Entweihungen, die um mein Unbeflecktes Herz eine schmerzliche Dornenkrone bilden. Wie viele Kommunionen werden in diesen Zeiten empfangen und wie viele Sakrilegien dabei begangen."

 

 

Der Papst setzt unmissverständliche äußere Zeichen

fronleichnamAuch der Heilige Vater Papst Benedikt XVI., welcher stets bemüht ist, die Kirche in die richtige Richtung zu lenken, teilt seit einiger Zeit nur noch die kniende Mundkommunion an die Gläubigen aus und setzt somit ein Zeichen für das, was nach wie vor für unsere Kirche gilt: Die Mundkommunion ist die würdigere, seit Jahrhunderter praktizierte und ehrfurchtvollste Variante, den heiligen Leib Christi zu empfangen. Weiterhin wies er mehrmals darauf hin, dass allen Gläubigen in allen Pfarreien die Möglichkeit zum knienden Kommunionempfang gegeben werden muss und kein Priester diese Art der Kommunionspendung verhindern darf.

 


Dominus est – Es ist der Herr

 

„Dominus est – Es ist der Herr. Gedanken eines Bischofs aus Zentralasien über die heilige Kommunion“

von Weihbischof Athanasius Schneider.


Vor dem Hintergrund der 2000jährigen Geschichte der Frömmigkeit und der liturgischen Tradition der universalen Kirche in Ost und West, vor allem aber im Hinblick auf die organische Entwicklung des patristischen Erbes, lässt sich folgende Zusammenfassung geben:

1. Die organische Entwicklung der eucharistischen Frömmigkeit als Frucht der Frömmigkeit der Kirchenväter hat alle Kirchen sowohl im Osten wie im Westen noch im ersten Jahrtausend dazu geführt, die heilige Kommunion zu den Gläubigen direkt in den Mund zu spenden. Zu Beginn des zweiten Jahrtausends hat man im Westen die zutiefst biblische Geste dazugefügt, sich niederzuknien. In den verschiedenen liturgischen Traditionen des Ostens umgibt man den Augenblick des Empfanges des Herrenleibes mit erhabenen Zeremonien und oft verlangt man von den Gläubigen, dass sie vorher eine Verbeugung bis zum Boden machen.

2. Die Kirche schreibt den Gebrauch der Kommunionpatene vor, um zu verhindern, dass ein Bruchstück der heiligen Hostie zu Boden falle (vgl. Missale Romanum, Institutio generalis, Nr. 118; Redemptionis sacramentum, Nr. 93) und sieht vor, dass der Bischof sich nach der Kommunionspendung die Hände wasche (vlg. Ceremoniale episcoporum, Nr. 166). Wenn die Kommunion auf die Hand ausgeteilt wird, geschieht es hingegen nicht selten, dass sich Partikel von der Hostie lösen, die zu Boden fallen oder an der Handfläche oder den Fingern der Kommunizierenden haften bleiben.

3. insofern der Augenblick der heiligen Kommunion die Begegnung des Gläubigen mit der Göttlichen Person des Erlösers ist, erfordert er naturgemäß auch äußerlich ausgedrückte sakrale Zeichen wie das Niederknien (am Morgen des Ostersonntags haben die Frauen den auferstandenen Herrn angebetet, wobei sie sich vor ihm zur Erde niederwarfen (vlg. Mt 28:9) und auch die Apostel haben dies getan (vgl. Lk 24:52), und vielleicht auch der Apostel Thomas, als er ausrief „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20:28).

4. Sich nähren lassen wie ein kleines Kind, indem man die Kommunion direkt in den Mund empfängt, drückt vom Ritus her auf die beste Art und Weise den Charakter des Empfangens und des Kind-Seins vor Christus aus, der uns nährt und geistigerweise „stillt“. Der Erwachsene dagegen führt die Speise mit seinen Fingern selbst zum Mund.

5. Die Kirche schreibt vor, dass der Gläubige sich bei der Feier der heiligen Messe im Augenblick der Wandlung niederzuknien habe. Wäre es liturgisch nicht angemessener, wenn der Gläubige den Herrn im Augenblick der heiligen Kommunion, ich welchem er Ihm, dem König der Könige, auch körperlich am nächsten kommt, kniend grüßen und Ihn auch so empfangen würde?

6. Die Geste, den Leib des Herrn in den Mund und kniend zu empfangen, könnte ein sichtbares Zeugnis des Glaubens der Kirche an das eucharistische Geheimnis sein und auch ein heilender und erzieherischer Faktor für die moderne Kultur, für welche das hinknien und die geistliche Kindschaft völlig fremde Gegebenheiten sind.

7. Der Wunsch, der erhabenen Person Christi auch im Augenblick der heiligen Kommunion Zuneigung und Ehre auf sichtbare Weise entgegenzubringen, müsste sich dem Geist und dem Beispiel der zweitausendjährigen Tradition der Kirche anpassen, dem „cum amore ac timore!“ (mit Liebe und Ehrfurcht!“, dem Leitspruch der Kirchenväter des ersten Jahrtausends, und dem „quantum potes, tantum aude!“ („Was du kannst, das sollst du wagen!“, Sequenz Lauda, Sion, Salvatorem des hl. Thomas von Aquin, dem Leitspruch des zweiten Jahrtausends).

Zum Schluss geben wir Raum einem bewegenden Gebet von Anna Stang, einer deutschen Mutter und Großmutter aus dem Wolgagebiet, die vom stalinistischen Regime nach Kasachstan deportiert worden war. Diese Frau mit einer priesterlichen Seele bewahrte die heilige Kommunion auf und brachte sie während der kommunistischen Verfolgung den in den endlosen Steppen Kasachstans verstreuten Gläubigen. Dabei betete sie mit folgenden Worten:

„Dort wo mein geliebter Jesus wohnt, wo Er im Tabernakel thront, dort will ich ständig knien, Dort will ich unablässig beten. Jesus, ich liebe dich aus tiefster Seele. Verborgene Liebe, ich bete dich an. Mit Füssen getretene Liebe, ich bete Dich an. Unendliche Liebe, Liebe, die Du für uns am Kreuz gestorben bist, ich bete Dich an. Mein geliebter Herr und Heiland, mache, dass ich ganz und gar Liebe sei, ganz und gar Sühne für das allerheiligste Sakrament im Herzen deiner mildreichsten Mutter Maria. Amen.“

Gebe es Gott, dass die Hirten der Kirche das Haus Gottes, das die Kirche ist, erneuern können, indem sie den eucharistischen Jesus ins Zentrum stellen, ihm auch den ersten Platz einräumen und so handeln, dass Ihm auch im Augenblick der heiligen Kommunion Zeichen der Verehrung und der Anbetung zuteil werde. „Die Kirche muss von de Eucharistie her erneuert werden“ (Ecclesia ab Eucharistica emendanda est!) Die heilige Hostie ist nicht etwas, sondern Jemand. „ER ist da!“, so hat der hl. Johannes Maria Vianney, der heilige Pfarrer von Ars, das Geheimnis der Eucharistie zusammengefasst. Denn es geht hier um nichts anderes und um niemand Größeren als um den Herrn selbst; „Dominus est!“ – Es ist der Herr!

 

Buchempfehlung

Dominus_estDie heilige Kommunion ist nicht nur ein Augenblick der geistigen Mahlgemeinschaft, sondern vor allem auch die höchstmögliche persönliche Begegnung des Gläubigen mit seinem Herrn und Gott in diesem Leben. Die dieser Begegnung angemessene Haltung ist jene des Empfangens, der Demut, des geistigen Kind-Seins. Eine solche Haltung verlangt aus sich selbst ausgedrückte Gesten der Anbetung und der Ehrfurcht. Davon gibt es beredte Zeugnisse aus der zweitausendjährigen Tradition der Kirche.

Kardinal Francis Arinze, damals Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, schrieb: "Ich habe das ganze Buch mit großer Freude gelesen. Es ist hervorragend."

Das Vorwort stammt vom Sekretär derselben Kongregation, Erzbischof Malcolm Ranjith; er schreibt u.a.: "dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, die oben erwähnte Praxis aufzugeben, welche in der Tat weder vom Sacrosanctum Concilium [Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils] selbst noch von den Konzilsvätern erwähnt, sondern nach einer missbräuchlichen Einführung in einigen Ländern angenommen wurde."

 

Dominus est - Es ist der Herr

Weihbischof Athanasius Schneider,
Dominus est - Es ist der Herr.
Gedanken eines Bischofs aus Zentralasien über die heilige Kommunion,
Neusäß 2008. 67 Seiten. Gebunden.
ISBN 978-3-932426-44-5
8,00 €
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand

 

Zum Seitenanfang

 

Schriftgröße

Increase Font Size Option 7 Reset Font Size Option 7 Decrease Font Size Option 7

Hinweise

Besucher

Es sind 7 Gäste online

Chat

Klicken Sie hier, um zu sehen wer gerade chattet!

Support

Bitte unterstützen Sie uns kurz, indem Sie einfach 1x auf die drei Banner klicken (sortiert nach Wichtigkeit). Vergelts Gott!



** Christliche Surftipps **

Listinus Toplisten

Unterstützung

Helfen Sie mit, Kathwahrheit in Ihrem Umfeld bekannter zu machen und unterstützen Sie uns durch Linktausch, Werbung, Banner etc.  Weiterlesen...

Gebetsgemeinschaft

Beten Sie für- und miteinander für Ihre persönlichen Anliegen, jene von Kathwahrheit.de und unsere Welt! Bislang beten 81 Mitglieder. Weiterlesen...

Priesterjahr

Das ereignisreiche Jahr des Priesters ist vollbracht. Lesen Sie die abschließende Ansprache Papst Benedikt XVI. (+mehr) hier! Weiterlesen...

 

 

Verbundenheit

In tiefer Treue und Loyalität zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche sowie zum Heiligen Vater Benedikt XVI. Weiterlesen...