Maria an Myriam van Nazareth
Du sollst wissen, dass Satan beim Gedanken an die Macht, die Ich besitze, vor Angst zittert. Er kennt diese Macht, und er weiß, dass sein Reich auf Erden im Nu zusammenbrechen würde, wenn Ich Meine Macht in ihrer Fülle entfalten könnte. Deswegen verwendet er soviel Energie auf die Bekämpfung aller Kenntnisse in Bezug auf und jeden Glaubens an Meine unvorstellbare Macht über das Schicksal der Seelen. In Meiner Eigenschaft als Zuflucht der Sünder ist Meine Macht über Satan und alle seine Werke besiegelt.
Die allerseligste Jungfrau Maria steht unter allen Heiligen an erster Stelle. Sie durfte bei der Menschwerdung des Erlösers mitwirken. Sie ist die Mutter des Erlösers und Mutter der Kirche. Als Jesus am Kreuze sich für uns opferte, stand Maria bei ihm und nahm an seinem Opfer teil Das Schwert des Schmerzes durchdrang auch ihre Seele. Sie ist die Schmerzensmutter, die Zuflucht der Sünder, die Trösterin der Betrübten.
Nach der Himmelfahrt des Herrn blieb Maria bei der Schar der Gläubigen, betete mit ihnen im Saale zu Jerusalem und empfing mit ihnen am Pfingsttage den Heiligen Geist. In Freud und Leid nahm sie teil am Leben der jungen Kirche.
Weil Maria mit ihrem Sohn in seinem Leiden und Sterben so eng verbunden war, sollte sie ihm auch in seiner Herrlichkeit besonders ähnlich sein. Im Hinblick auf Jesu Verdienste wurde sie durch Gottes Gnade von der Erbsünde verschont. Weil sie ganz ohne Sünde war, blieb ihr Leib vor der Verwesung bewahrt. Sie wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Seit Beginn der Kirchengeschichte wird sie von uns Christen auf ganz besondere Art verehrt.
Eine beträchtlich große Zahl von Menschen durfte zu jeder Zeit die Erfahrung machen, dass eine inbrünstige Verehrung der Gottesmutter mit vielen Gnaden verbunden ist. Unzählige Pilger suchen Jahr für Jahr Wallfahrtsorte Mariens auf, die Gott durch wunderbare Weise ausgezeichnet hat. Weil Maria die ganz Heilige ist, sind ihre Gebete so stark wie die Liebe. Wir dürfen uns ganz und gar ihrer mütterlichen Fürsprache anvertrauen, denn Maria sehnt sich danach, alle Kinder Gottes zum Heil zu führen. Durch die gewaltige Kraft ihrer Gebete und ihren vorbildlichen Gehorsam, ist sie uns dabei behilflich, beharrlich zu bleiben in der Nachfolge Christi.
In der christlichen Symbolik wird Maria häufig als eine dornenlose Rose dargestellt. Dornen stehen für die Sünde, von der Maria verschont blieb. Die Rose hingegen hat einen ganz besonderen Rang unter den Pflanzen so wie Maria einen besonderen Rang unter den Frauen hat. Viele Künstler und Poeten wurden von ihrem Anmut inspiriert, denn von Maria geht eine enorme Faszination aus. Sie vermag es den Glauben noch bunter, noch schöner, noch tröstender zu machen. Und sie vermag es vor allem uns zu Christus zu führen, der unseren Glauben vermehrt, unsere Hoffnung stärkt und die Liebe in uns entzündet.
Eines der schönsten Formen der Marienverehrung ist das Rosenkranzgebet. Die Perlen des Rosenkranzes erinnern uns an Marias Tränen und gleichsam an die unvorstellbaren Seelenschmerzen die sie durchleiden musste. Mit den Augen Mariens betrachten wir den Lebens- und Leidensweg unseres Herrn. Wir bringen der Gottesmutter die ihr zustehende Ehrerbietung dar und vertrauen uns zudem ihrer Fürsprache an. Indem wir ihr die Ehre bringen, ehren wir zugleich Gott; denn von Gott hat sie ihre Heiligkeit empfangen. Auch werden wir durch die rechte Verehrung angeeifert, Gott zu verherrlichen und ihm besser zu dienen.
Die beiden höchsten Marienfeste sind das Fest der Unbefleckten Empfängnis und das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel (Mariä Himmelfahrt). Im Marienmonat Mai schmücken wir ihren Altar mit Blumen aus unseren Gärten. Unter den Wochentagen gilt der Samstag als Marientag.











